Campus West im Kleinformat

Von: Antje Uhlenbrock
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Im Miniaturformat existiert der Campus West schon. Das wirkliche Areal an den stillgelegten Gleisanlagen des Westbahnhofes liegt allerdings noch brach. Betreten verboten.

„Entdecken kann man den Campus West hier”, erklärt Harald K. Lange, Leiter der Niederlassung Aachen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, dem Eigentümer der Hochschulerweiterungsflächen. Mit „hier” meint er das Foyer des Super C, wo ab Montag, 31. Januar, eine Ausstellung der Bebauungspläne für alle Bürger öffnet. Das Herzstück bildet ein Modell des potentiellen Campus. Acht Cluster aus Industrieunternehmen und Instituten der Hochschule mit verschiedenen Forschungsschwerpunkten sind dort im Kleinformat zu sehen.

„Wir wollen neben dem schlichten Bereitstellen von zusätzlichen Hochschulflächen ein neues Stück Aachen bauen”, kündigt Lange an. Auch ein Kongresszentrum, eine Bibliothek, ein Hotel, Wohnbebauungen und Gastronomie sollen entstehen. Geplanter Baubeginn: 2013.

Das gesamte Gelände umfasst neben den ehemaligen Gleisanlagen Flächen entlang der Süsterfeldstraße ein städtisches Grundstück im Bereich des ehemaligen Klosters „Guter Hirte”.

Auf den ausgestellten Bebauungsplänen sind verschiedene Teilvarianten des Campus zu sehen. Lange erläutert: „Es gibt zwei Möglichkeiten, die Campustower zu platzieren - entweder mehr Richtung Süsterfeldstraße oder Richtung Bahn.”

Bis zu 100 nationale und internationale Unternehmen sollen sich auf dem ehemaligen Westbahnhof ansiedeln und den Campus so um weitere Technologiefelder - insbesondere in den Bereichen Materialwissenschaft, Mobilität und Kommunikation erweitern. „Dieses Projekt ist ein Wirtschaftsmotor und sehr wichtig für die Entwicklung der Stadt”, erklärt Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken. Am Campus Melaten, dem ersten Teilprojekt, wird jetzt schon fleißig gebaut. Die Erfahrungen daraus sind in die Planungen des Campus West mit eingegangen.

Auch die Aachener dürfen die Planungen beeinflussen. „Kritik, Fragen und Vorschläge können verschriftet in einen Briefkasten der Ausstellung eingeworfen werden”, erklärt Nacken. Zwar werde es keine Volksabstimmung über die verschiedenen Varianten geben.

Aber alle Anregungen würden Beachtung finden und abgewägt werden. Das kleine Miniaturmodell des Campus West wird sich in der Realität also vielleicht doch noch ein wenig verändern.
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