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Beim Sport hinkt die Universität anderen Städten hinterher

Von: Thorsten Tränkner
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Ein buntes Programm: Bei der Hochschulsportshow präsentieren sich die Uni-Sportarten. Auch dabei: die Kampfsportler, die Einradakkrobaten, die Volleyballer und viele mehr. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Einmal im Jahr bietet Aachens Hochschulsportzentrum (HSZ) den Besuchern bei der beliebten Hochschulsportshow ein buntes Programm, in der sich die Uni-Sportarten in ihrer ganzen Vielfalt darstellen.

Dabei auch in diesem Jahr in der Halle Königshügel: die ganze Bandbreite studentischer Ertüchtigung - von Tanzeinlagen über gekonnte Einradakrobatik bis hin zu Kampfsport.

Professionell organisiert von den Ehrenamtlern, gekonnt und unterhaltsam moderiert. Eigentlich ein perfekter Abend für den HSZ-Leiter Nico Sperle - wenn er sich an so einem Abend - von den Problemen lossagen könnte, über die ihn die gute Stimmung höchstens teilweise hinwegtrösten.

Denn hinter der Fassade bröckelt es gewaltig. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, was die Sportstätten betrifft und betreiben Mangelverwaltung”, sagt er. Kein Geld für Sport an der Eliteuni, eine dringend benötigte Halle, die nicht gebaut wird.

Bundesweit liege der Durchschnitt der Studierenden, die als Lernausgleich den Schreibtisch verlassen, um eine Partie Volleyball zu spielen oder an anderen Kursen teilzunehmen, zwischen 40 und 60 Prozent. Überhaupt nicht „Elite” sei dabei Aachen, wo die Quote bei gerade einmal 20 Prozent liegt.

Grund dafür sei jedoch nicht die mangelnde Nachfrage: „Wir schicken hier teilweise jeden Zweiten wieder nach Hause, weil die Kapazitäten dicht sind”, beklagt Sperle. Wer beim Sportfest vermutet, das benachbarte Zelt habe das HSZ eigens für die beliebte After-Show-Party aufgestellt, liegt falsch. Das zugige Zelt ist die rege frequentierte Anlaufstelle für viele Sportkurse der beiden Hochschulen, zum Beispiel für Basketball und Volleyball - weil die räumlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

„Wenn es dann wie immer voll ist, steht der Rest draußen. Aber die geben nicht auf und kommen immer wieder, Woche für Woche” sagt Sperle. Die Sporthalle Königshügel könne als Ausweichort nicht herhalten, da sie voll ausgelastet sei. Der Ausweg scheint für das HSZ klar: Dem Hochschulsport müsse in Aachen endlich der Stellenwert eingeräumt werden, der den Standards anderer Universitäten entspräche.

Die Fehler seien bereits in der finanzstärkeren Vergangenheit gemacht worden, als der Unisport in anderen Städten mehr Förderung erfahren habe. Ob das aktuelle Finanzloch auch für die RWTH und ihre reichhaltigen Fördermittel gilt, steht in den Augen der Sportler jedoch nicht fest.
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