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Bachelor und Master machen Arbeiten schwerer

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Frankfurt/Main. Die neuen Hochschulabschlüsse Bachelor und Master machen es Studenten einer Umfrage zufolge schwerer, nebenher zu jobben. 61 Prozent der Master- und 57 Prozent der Bachelor-Studenten gaben an, Hochschule und Job nur schlecht unter einen Hut bringen zu können.

Bei den Diplomanden waren es dagegen nur 47 Prozent, wie die repräsentative Studie „unicensus10” der Unternehmensberatung univativ ergab.

„Das scheint der Preis des bildungspolitischen Willens zu sein, die Studienzeit durch die Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse zu verkürzen”, sagte univativ-Geschäftsführer Olaf Kempin am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie in Frankfurt.

Im Auftrag der Unternehmensberatung, die sich als Bindeglied zwischen Hochschulen und Firmen sieht, wurden im Juni und Juli mehr als 1000 angehende Akademiker an 55 deutschen Hochschulen befragt. Zudem wurden rund 34.000 Stellenanzeigen ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, „dass Unternehmen soziale Kompetenzen erwarten, die die Studierenden so gar nicht haben”, wie Kempin sagte.

Als Beispiele nannte er Flexibilität und Kundenorientierung. Analytisches Denken und Kommunikationsfähigkeit seien dagegen nicht so gefragt, wie die Studenten glaubten. Teamfähigkeit und Engagement nähmen beide Seiten etwa gleich wichtig.

Kempin sprach von „alarmierenden” Ergebnissen, denn: „Knapp drei Viertel aller Beschäftigten in Deutschland sind im Dienstleistungssektor tätig.” Die „straffen, verschulten Lehrpläne” der neuen Studiengänge müssten wieder flexibler werden, um Studierenden Zeit zu geben, bei Praktika und studienbegleitenden Jobs Flexibilität, Kundenorientierung und Teamfähigkeit zu lernen.

Etwa drei Viertel aller Studenten bekommen Geld von ihren Eltern. Fast jeder dritte Student jobbt auch, um seine akademische Ausbildung zu finanzieren. Sieben Prozent schaffen es, ihr Studium ganz mit Jobben zu finanzieren. 3,4 Prozent leben ganz vom BAföG.
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