„Automotive Management”: Wirtschaftswissen für die Kfz-Branche

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Nürtingen. Ein schnelles und sparsames Auto zu bauen, ist eine Sache. Es günstig herzustellen und gut zu verkaufen, eine andere. Dazu sind Experten nötig, die sowohl etwas von Autos als auch vom Markt verstehen.

Während die Techniker versuchen, mehr Leistung aus einem Motor herauszukitzeln, ist es ihre Aufgabe, als Manager Herstellungsprozesse und den Vertrieb zu optimieren. Das lernen Studenten in dem Fach „Automotive Management”.

„Wir haben die ganze Wertschöpfungskette vom Zulieferer über den Autobauer bis zum Handel im Blick”, erklärt Prof. Stefan Reindl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Sie bietet ab dem kommenden Wintersemester einen Master in dem Fach an. Innerhalb der Wertschöpfungskette mache der Autobauer nur noch einen Anteil von 30 Prozent aus. Vieles sei an Zulieferer und Händler ausgelagert worden. „Da stellt sich die Frage: Wie steuere ich das am besten?”

Daneben können Studenten sich im Entwicklungs- und Produktionsmanagement zum Beispiel mit Modelltrends beschäftigen. Oder sie analysieren, welche Chancen Elektromotoren und andere umweltschonende Antriebstechnologien haben. Dabei geht es weniger um die technische Seite, sondern um die Frage, ob sich Neuheiten wie die Start-Stopp-Technik für die Industrie lohnen.

Absolventen können zum einen bei Herstellern arbeiten. Jobs bieten aber auch die Zulieferer. Bedarf gibt es außerdem im Vertrieb. Studieren lässt sich das Fach außer in Geislingen auch in Bergisch-Gladbach und Oestrich-Winkel bei Mainz.

Die Homepage wurde aktualisiert