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Auf Schienen von der Insel in die Stadt?

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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So könnte es in zehn Jahren aussehen: Die Stadtbahn soll - so wie hier auf dem Adalbertsteinweg - das Bild Aachens bestimmen. Fotomontage: VCD Foto: Aachens bestimmen. Fotomontage: VCD

Aachen. Langsam kommt im wahren Sinn richtig Schwung in die Sache. Oder besser gesagt in die Bahn, denn um die geht es schließlich. Nachdem der Mobilitätsausschuss jüngst entschied, dass für die Erschließung der Campusgelände Westbahnhof und Melaten durch eine Straßenbahn ein Umsetzungskonzept erarbeitet werden soll, meldeten sich nun auch der umweltorientierte Verkehrssclub Deutschland (VCD) und die Initiative „AC=Bahn” zu Wort.

„Das hätten wir vor einem Jahr noch nicht für möglich gehalten”, freut sich Ralf Oswald über viele positive Signale aus den meisten Fraktionen. „Auch die Politik realisiert nun, dass eine neue Stadtbahn eine Rieseninvestition für die Zukunft ist”, erklärt das Vorstandsmitglied des VCD.

Vor allem durch die zu erwartenden zahlreichen neuen Arbeitsplätze im Zuge des neuen Campus´ sei die Stadtbahn als Fortbewegungsmittel „ein Qualitätssprung.” Ziel des VCD und der aus diesem hervorgegangenen Initiative „AC-Bahn” ist es, das Netzwerk langsam aufzubauen, sprich die Bahn vom Klinikum über den Westbahnhof und weiteren Hochschulgebieten bis zum Bushof führen zu lassen. Walter Schumacher („AC=Bahn”) hofft darauf, dass sich das neue Verkehrsmittel langfristig durchsetzt, damit die „Insel” Campus erschlossen werden könne „und das Ganze auf ganz Aachen ausgedehnt wird”. Doch aktuell sei es oberste Priorität, dass der Bau des Schienennetzes in dieser Legislaturperiode überhaupt beschlossen wird. Würde bedeuten, die Pläne müssten bis spätestens 2014 abgesegnet, die Stadtbahn dann etwa 2018 einsatzbereit sein.

Langfristig könne der Busverkehr im Stadtgebiet dadurch deutlich eingeschränkt werden können. Der Aseag entstehe aber kein Nachteil, denn sie könnte als Betreiber der Bahn gewonnen werden. „Durch eine Stadtbahn kann auch der Luftreinhalteplan eingehalten werden”, verweist Sabine Neitzel vom VCD auf einen weiteren Aspekt: die Umweltproblematik. Heute ließen sich bereits Antriebe entwickeln, „bei denen die Bahn nur noch mit erneuerbaren Energien fährt.” Oswald erinnerte daran, dass es schon einmal - Anfang der 90er Jahre - die Idee gab, eine Stadtbahn in Aachen zu installieren. Der Plan wurde allerdings wieder gekippt. „Aus den Erfahrungen sollten wir lernen”, warnt er vor einem erneuten Scheitern des Projektes, zu dem es aus verkehrstechnischer Sicht keine sinnvolle Alternative gebe.

Außerdem sei eine Straßenbahn aus städtebaulicher Sicht „ein echter Gewinn, der für viele Menschen nicht nur eine Verbesserung des ÖPNV darstellt sondern das Bild Aachens deutlich verbessert”.
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