Ärztekammern fordern erleichterten Zugang zum Medizinstudium

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Düsseldorf/Münster. Ärztekammern sowie die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen fordern einen erleichterten Zugang zum Medizinstudium.

Der Numerus clausus als vorherrschendes Zulassungskriterium müsse abgeschafft werden und dürfe nicht länger zahlreichen geeigneten Bewerbern den Weg in die Medizin erschweren und gar versperren, wurde am Dienstag in einer in Düsseldorf und Münster veröffentlichten Mitteilung der Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie der Krankenhausgesellschaft betont.

Vielmehr sollten Bewerber mit nachgewiesener Eignung den Weg ins Medizinstudium finden. In NRW sind den Angaben zufolge derzeit fast 1.000 Ärzte-Stellen in Krankenhäusern unbesetzt.

„Der Numerus clausus ist in Zeiten des Ärztemangels vor allem in der Allgemeinmedizin und in ländlichen Regionen nicht mehr sinnvoll”, sagte der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer. Im Westen wie im Osten Deutschlands gebe es zu wenige Kollegen, die Hausärzte werden wollen.

Die Krankenhäuser klagten über nicht besetzbare Arztstellen, und der Facharztmangel, gerade auf dem Land, zeichne sich schon ab. Der Numerus clausus hindere eine große Zahl von jungen Menschen mit dem Berufsziel Arzt am Medizinstudium und müsse deshalb durch ein „zielführendes Verfahren”, die geeigneten Studienbewerber zu finden, ersetzt werden.

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