Aachener Forschung wird wie ein Magnet anziehen

Von: ths
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Die Campus-Pläne als Chance für die Städteregion: Professor Günther Schuh erläuterte bei „Uni im Rathaus” die Vorteile der neuen Forschungslandschaften Mitte, Melaten und Westbahnhof. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die RWTH Aachen wächst und gedeiht. Neben dem Campus Mitte um Kármán-Auditorium und Hauptgebäude wird es ab 2010 auch den Campus-Melaten und wiederum zwei Jahre später das neue Hochschulgelände am Westbahnhof geben -Êwir berichteten.

546.000 Quadratmeter mehr

Dass mit der Erweiterung der Hochschule um rund 546.000 Quadratmeter, 19 Exzellenzcluster und renommierte Forscher aus der ganzen Welt alles glatt läuft, daran ist Professor Günther Schuh, dem Prorektor für Wirtschaft und Industrie der RWTH, viel gelegen.

Erst jetzt beteuerte Schuh seine „sehr enge Liebesbeziehung” zum gigantischen Campus-Projekt bei der Info-Veranstaltung „Uni im Rathaus”, die das Bürgerforum RWTH extern und der Stadt Aachen ausrichtete.

Schuh erklärte den Anwesenden die Campus-Vorteile und die damit verbundenen Neuerungen. Von diesen soll nicht nur die RWTH profitieren, auch die Städteregion würde und vor allem die Studierenden sollen durch den Campus-Effekt „kontinuierlich Wert schöpfen”. „Wir arbeiten daran, dass in Aachen die Arbeitslosenquote sinkt und das Durchschnittseinkommen steigt”, versprach Schuh und lieferte konkrete Pläne, wie er dieses Ziel erreichen will.

Von den geplanten 10.000 neuen „hochwertigen” Arbeitsplätzen sollen etwa 6000 durch Menschen aus der Städteregion besetzt werden. „Wenn die RWTH und die Stadt in die gemeinsame Marke Aachen investieren, wird dies für beide Seiten deutliche wirtschaftliche Vorteile bedeuten”, so Schuh.

Die Investitionen mit einem Volumen von zwei Milliarden Euro sollen vorwiegend von großen Industrieunternehmen kommen, die sich angezogen vom „Magnetismus der hervorragenden Forschungslandschaft” in Aachen ansiedeln sollen.

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Industrie sei maßgeblich vom Standort geprägt: „Momentan fehlt uns die Fläche. Wir müssen Anfragen ablehnen wegen mangelnder Kapazitäten.” Die Forschung befände sich aktuell in einem „qualitativen und quantitativen Stau”.

Interdisziplinäre Forschung

Interdisziplinäre Forschung und kurze Wege zu den Kooperationspartnern sollen den Forschungsverkehr in Zukunft wieder fließen lassen. Auf die Frage eines Zuhörers, ob durch die Campus-Shoppingmeile und die neuen kulturellen Angebote etwa Arbeitsplätze im Einzelhandel oder anderen kleineren Dienstleistungen gefährdet seien, antwortete Schuh überzeugt: „Ich kann mir nichts vorstellen, das der Campus gefährden könnte.”

Sicher gestellt werden soll indes auch die Verbesserung der Lehre. Neue Aulen und Seminarräume der Hochschule sollen der „nicht zumutbaren derzeitigen Situation” beikommen, außerdem sollen Übungs- und Lehrräume bei den Industriefirmen eine besonders anwendungsorientierte Ausbildung garantieren.

Und noch einen Vorteil könnten Studierende aus der direkten Firmenanbindung ziehen: bessere Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf durch mehr Jobs für studentische Hilfskräfte, Praktikums- oder Promotionsplätze. „Wir wollen unsere Top-Forscher in Aachen behalten, um gemeinsam die RWTH unter die Top 50-Universitäten der Welt zu bringen”, so der RWTH-Prorektor.
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