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2,5 Millionen für das „Access Tech Center”

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wenn RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven über die Ambitionen der Hochschule spricht, dann hört sich das so an: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die globalen Herausforderungen der Menschheit anzugehen.” Eine davon ist der Klimaschutz.

Und der lässt sich mit der Aufrechterhaltung der gewohnten persönlichen Mobilität kombinieren.

Die RWTH werkelt jedenfalls daran. Beispielsweise im „Access Tech Center” an der Jülicher Straße. Dort werden metallische Hochleistungswerkstoffe entwickelt, die nur halb soviel wiegen, wie aktuell verwendete Bauteile. Das ist eine kostspielige Angelegenheit. Deswegen freute sich Nettekoven, Regierungspräsident Hans Peter Lindlar in der Werkshalle begrüßen zu können.

2,5 Millionen Euro hatte er im Gepäck. Lindlar, der sich selbst eher „als reitenden Boten, der die Segnungen der Landesregierung überbringen darf” sieht, war mit dem Bewilligungsbescheid, der eine „systemfähige Plattform für Schmelz- und Gießtechnik metallischer Hochleistungswerkstoffe” fördert, angereist. Von der Industrie werden weitere 2,5 Millionen Euro beigesteuert.

Was genau an der Jülicher Straße gemacht wird, erklärte „Access”-Geschäftsführer Robert Guntlin: „Wir fertigen die Bauteile der Zukunft.” Konkret: Ein bestimmtes Bauteil, beispielsweise eine Turbine, wird zunächst in Wachs gespritzt. Dann werden mehrere Schichten Keramik aufgetragen und anschließend wird das Wachs wieder heraus geschmolzen. Es bleibt eine Keramikhülle als passende Form für die gewünschten Bauteile. Gefüllt wird diese dann mit Titanaluminid. Der Werkstoff hat den Vorteil, dass er nur halb so schwer ist wie bisher verbaute Materialien.

Die Fertigung von Turbinenschaufeln für den Airbus A 350, die von Rolls Royce geliefert werden, steht laut Guntlin ganz oben auf der Agenda. Bauteile aus dem „Access Tech Center” sollen aber bald auch Bestandteil des Alltags sein. „Die Teile müssen möglichst leicht sein, aber trotzdem muss dann das Anzugsverhalten stimmen. Wer will sonst noch einen Diesel fahren. Das wäre ja langweilig”, sagte Guntlin.
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