Smartphones erobern den Alltag

Von: Sebastian Nissen
Letzte Aktualisierung:
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Aachen. Aktuellen Untersuchungen von Goldmedia zufolge dringen Smartphones immer stärker in den Alltag ein. Passende mobile Geschäftsmodelle sind aber trotz zunehmender Penetration noch vergleichsweise gering entwickelt.

Mit der Chance, personalisierte, zeitunabhängige und bis zu einem gewissen Punkt auch ortsbezogene Angebote zu schaffen, bietet der Mobile-Markt an sich eine Fülle von Möglichkeiten. Dennoch sind im Gegensatz zum stationären Internet die Geschäftsmodelle in der mobilen Welt noch vergleichsweise gering entwickelt und wenig ausdifferenziert.

Aus den USA ist nach Informationen des Branchendienstes eMarketer bereits bekannt, dass zwar über acht Prozent der Mediennutzungszeit auf das Segment Mobile entfallen, jedoch nur 0,5 Prozent des Gesamtwerbemarktes im mobilen Segment investiert werden.

Korrespondierend hierzu zeigen auch die Ergebnisse des Goldmedia Mobile Monitors 2011, dass bisher lediglich die Hälfte der Befragten die mobile Werbung überhaupt bemerkt haben.

Damit nicht genug: Von diesen 50 Prozent gaben nur 17 Prozent an, den Werbeangeboten wissentlich gefolgt zu sein, 16 Prozent jedoch besuchten die Angebote versehentlich und 67 Prozent folgten bisher gar keinem Angebot.

Auch die Zahlungsbereitschaft wächst erst langsam. Nur 37 Prozent der Befragten nutzen nach eigenen Angaben kostenpflichtige Apps, im Durchschnitt geben sie dafür zwölf Euro monatlich aus. Während sich dabei die 30- bis 39-Jährigen besonders einkaufslustig zeigen (43 Prozent der Befragten), nehmen bei den Bezahl-Apps Spiele eine besondere Stellung ein - für diese werden häufig sogar mehr als vier Euro ausgegeben.

Den Zugang zu den Apps bietet jeweils das Portal des Betriebssystemanbieters. Dabei wird die Auswahl an verfügbaren Apps von den Nutzern des Apple AppStores besser bewertet als die Auswahl im Android Market, gefolgt vom Blackberry App Market, dem Nokia OVI Store und dem Marketplace von Windows Phone.

Generell, so ergab die Studie von Goldmedia, sind iPhone-Käufer mit ihrem Produkt sehr zufrieden und besitzen eine überdurchschnittlich hohe Wiederkaufsbereitschaft.

Von den Nutzern anderer Smartphone-Marken gaben 27 Prozent an, beim nächsten Mal ein iPhone kaufen zu wollen. Auf den zweiten Platz kommt bei dieser Frage mit 20 Prozent der asiatische Hersteller HTC, gefolgt von Samsung mit 18 Prozent und Nokia mit 5 Prozent.

Anders als Apple bieten andere Smartphone-Hersteller eine Vielfalt von Geräten, die sich nicht nur im genutzten Betriebssystem, sondern auch in Form und Funktion unterscheiden. Die Gerätefragmentierung fordert nicht nur Kunden, sondern auch die Entwickler von Betriebssystemen.

Auf den M-Days, die am 1. und 2. Februar in Frankfurt stattfinden, versucht Dr. Florian Kerkau, Geschäftsführer der Goldmedia Custom Research GmbH, in seinem Vortrag "Mobile Dschungel: Die neuen Herausforderungen der Gerätefragmentierung" einen aktuellen Überblick zum Markt schaffen. Auf der Veranstaltung werden außerdem weitere Ergebnisse der Studie präsentiert.

© IDG / In Zusammenarbeit mit computerwoche.de
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