Schnelle Speicher: Externe Festplatten sichern Daten in Sekunden

Von: Andreas Thieme, dpa
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Sichern und transportieren: Manche externe Festplatten sind so klein und handlich, dass sie locker in die Tasche passen. Foto: dpa

München. Nichts schmerzt Computerbesitzer wohl so wie der Verlust von Daten. Geht die Festplatte des eigenen Notebooks kaputt und sind damit Bilder, Musik und Videos verloren, ist das für Privatanwender äußerst ärgerlich.

Immer mehr Verbraucher greifen deshalb auf externe Festplatten zurück. Der Vorteil dabei: Selbst große Datenmengen können schnell und sicher gespeichert werden.

Da die Menge an Daten, die Verbraucher auf ihrem Rechner aufbewahren, zunimmt, wächst der Bedarf nach geeigneten Speichermedien, sagt Holger Skurk vom IT-Branchenverband BITKOM in Berlin. Das Brennen von Daten auf CDs oder DVDs sei zwar immer noch ein probates Mittel zur Sicherung, allerdings relativ zeitaufwendig. Zudem stoßen die Silberlinge ebenso wie USB-Datensticks an Kapazitätsgrenzen. Wer ein „Backup” der Computer-Festplatte erstellen möchte, kommt um ein externes Laufwerk nicht herum. Dieses sollte laut Skurk aber getrennt vom PC aufbewahrt und nur zur Datenübertragung angeschlossen werden.

„Schnell, leise und robust” beschreibt Ines Walke-Chomjakov von der in München erscheinenden Computer-Zeitschrift „PC Welt” die optimale externe Festplatte. Gängige Formformate sind die Größen 2,5 sowie 3,5 Zoll. Beide Modelltypen unterscheiden sich hinsichtlich Speicherkapazität, Übertragungsgeschwindigkeit und Preis. „Die kleineren Platten sind leicht zu transportieren, passen oft in die Gesäßtasche, verfügen aber nur über maximal 500 Gigabyte”, erläutert Walke-Chomjakov. Im Gegensatz zum Format 3,5 Zoll sei allerdings keine externe Stromversorgung notwendig.

Die größeren Modelle verfügen hingegen über ein Netzteil sowie über Wechselrahmen und Lüfter. „Diese Modelle stehen eher zu Hause neben dem Computer”, so Walke-Chomjakov. Sie besitzen dafür aber mehr Speicherkapazität. Trotz eingeschränkter Mobilität bieten die größeren Modelle grundsätzlich einen schnelleren Datentransfer, sagt Ingolf Leschke von der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift „Computer Bild Spiele”.

Der Preis der Geräte berechnet sich nach ihrem Fassungsvermögen. Um einen Vergleich zu ermöglichen, kann man in Cent pro Gigabyte (GB) messen: 20 bis 50 Cent seien üblich für die kleineren Formate, so Walke-Chomjakov. Zwischen 11 und 25 Cent pro GB zahlen Verbraucher für Festplatten im Format 3,5 Zoll. Laut Walke-Chomjakov werden die Preise sogar weiter fallen.

Beim Kauf einer externen Festplatte können Computerbenutzer wenig falsch machen. Bei einem Test der „Computer Bild Spiele” (Ausgabe 6/2009) schnitten alle zwölf untersuchten Geräte mit dem Urteil „gut” ab. Getestet wurden insgesamt zwölf Platten verschiedener Formate. Für das Siegermodell des Formats 2,5 Zoll, die „My Passport Essential 500 GB” des Herstellers Western Digital, zahlen Verbraucher nur 110 Euro.

Auch bei den größeren Formaten gibt es günstige Modelle. Sieger in der Sparte 3,5 Zoll im Test des Portals „pcwelt.de” in München ist die „Free Agent Xtreme” von Seagate für 89,90 Euro. Kritisch sehen Experten oft aber das Preis-Leistungsverhältnis. Laut Leschke sollte, wer ein wirklich gutes Modell erwerben möchte, zwischen 100 und 200 für eine 2,5-Zoll-Platte beziehungsweise 150 bis 300 Euro für die 3,5-Zoll-Variante ausgeben.

Wichtig bei der Anschaffung ist die Wahl der geeigneten Schnittstelle, sagt Walke-Chomjakov. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, über welche Schnittstellen der eigene Computer verfügt. Die meisten externen Festplatten besitzen wie die meisten PCs USB-2.0-Anschlüsse. In der Mac-Welt weit verbreitet sind FireWire-Schnittstellen. Relativ neu sind Ein- und Ausgänge vom Typ e-SATA.

Hohen Komfort bieten externe Festplatten in puncto Benutzerfreundlichkeit: „Die Geräte können meist direkt angeschlossen und benutzt werden”, sagt Leschke. Aufwendige Installationen sind nicht nötig oder laufen automatisch ab. Laut Skurk halten externe Festplatten maximal zehn Jahre. Sie sollten aber schon früher mindestens halbjährlich geprüft werden. Entsprechende Programme gebe es als Zubehör zum Betriebssystem oder beim Festplattenhersteller.
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