Online-Enzyklopädie „Wikipedia” wird ausgebaut

Von: Daniel Bouhs und Dietmar Kroschky, dapd
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Berlin. Gut zehn Jahre nach dem Start von „Wikipedia” sollen Experten die Internet-Enzyklopädie vom kommenden Jahr an mit einer neuen Technik versehen.

Der Verein Wikimedia Deutschland sucht dafür seit Montag zunächst elf Mitarbeiter, darunter sechs „Weltklasse-Programmierer”.

Wikimedia wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd zwar noch nicht zu den Plänen äußern und bat noch um ein paar Wochen Geduld. Aus den Unterlagen ging indes bereits hervor, dass das Projekt an der Spree angesiedelt sein soll. Außerdem werde den Angaben zufolge an „WikiData” gearbeitet. Dieses Projekt verfolgt wiederum das Ziel, die Ausgaben der „Wikipedia” besser zu vernetzen.

„Wikipedia” war am 15. Januar 2001 in den USA gestartet. Im Gegensatz zu klassischen Lexika wie „Brockhaus” oder „Encyclopedia Britannica” pflegen keine angestellten Redakteure die Einträge: Jedermann kann Artikel anlegen und verändern. „Wikipedia” enthält inzwischen mehr als 20 Millionen Artikel. Das Online-Lexikon verzeichne damit in ihren über 280 Sprachversionen bis zu 100 Mal mehr Stichworte als jedes andere Nachschlagewerk, teilte Wikimedia am Montagabend mit. Auf die deutschsprachige „Wikipedia”-Seite entfallen demnach allein 1,3 Millionen Artikel. Nach der englischen mit über 3,5 Millionen Artikeln ist sie damit die zweitgrößte. „In gedruckter Form würde allein schon der Artikelbestand in Deutsch über 660 Bände umfassen”, sagte der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, Pavel Richter.

Die Anhänger der „Wikipedia”, die sich unter anderem in Vereinen wie Wikimedia zusammengeschlossen haben und Spenden für den Betrieb der Rechenzentren organisieren, stören sich schon länger daran, dass die diversen Sprachversionen kaum miteinander vernetzt sind. Bisher müssen Autoren der Wikipedia Verweise von einem Eintrag zum anderen selbst einbauen. Wie aus den Unterlagen des geplanten Projekts in Berlin hervorgeht, soll dabei künftig ein Algorithmus helfen.
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