Neues für die Mobil-Konsolen

Von: Florian Oertel, dpa
Letzte Aktualisierung:
konsolen
Wo ist meine Tochter? „Silent Hill”-Hauptfigur Harry Mason muss nach der kleinen Cheryl suchen - und begegnet dabei immer wieder fiesen Kreaturen. Foto: dpa

Hamburg. Die Videospielebranche versteht sich bestens darauf, gut abgehangene Ideen immer wieder frisch zu verpacken. Was dabei herauskommt, überzeugt längst nicht immer - manchmal aber umso mehr.

In diesem Monat gilt letzteres für zwei Mobil-Konsolen-Titel, die unterschiedlicher nicht sein könnten: für das quietschbunte „Sonic & Sega All-Stars Racing” und das stockfinstere „Silent Hill: Shattered Memories”. Ebenfalls neu im Angebot sind ein Titel rund um einen Halbgott namens Percy und gepflegte Offroad-Raserei.

Röhren bei „Sonic & Sega All-Stars Racing” wirklich die Motoren für das „ultimative Rennen”, wie der Anbieter verspricht? Das wird sich kaum beantworten lassen. Aber fest steht: Am 26. Februar kommt damit ein äußerst unterhaltsames Spiel für Nintendos DS heraus. Dabei haben Realismus und Fahrphysik Sendepause. Es geht allein darum, auf zwei- oder vierrädrigen oder auch düsengetriebenen Vehikeln, die bei TÜV und Dekra keine Chance hätten, über Fantasiekurse zu rasen. Roulette-Route statt Hockenheimring lautet die Devise.

Dementsprechend sitzen in den Gefährten nicht Schumi oder David Hamilton, sondern Sega-Maskottchen Sonic, das Äffchen Aiai aus „Super Monkey Ball” oder Amigo aus dem Rasselrüttel-Spiel „Samba de Amigo”. Ganz ähnlich wie bei „Mario Kart” gilt „fair geht vor” hier nur sehr bedingt: Wer seine Opponenten nicht gelegentlich aus der Spur boxt oder ihnen mit einem gezielt nach hinten geschleuderten Regenbogen die Sicht nimmt, hat kaum eine Siegchance. Schlechtes Gewissen wäre fehl am Platz: Hier kämpfen alle mit unlauteren Methoden.

Neben Sonic und seinen Amigos gehen bei einem weiteren neuen Rennspiel „echte” Fahrer mit Helm und Lederkombi an den Start: bei „MX vs. ATV Reflex”. Die aktuellste Folge aus THQs Offroad-Rennspiel-Reihe steht sowohl für den DS als auch für Sonys Playstation Portable (PSP) in den Läden. Wer zugreift, hat diverse Zwei- und Vierräder durch den Schlamm zu steuern.

Ohne Jugendfreigabe in den Handel gekommen sind bisher die meisten Folgen der Grusel-Reihe „Silent Hill” - kein Wunder, ging es dabei doch teils recht gewalttätig zu. Mit „Shattered Memories” erscheint am 4. März ein neuer Teil für die PSP, den bereits 16-Jährige spielen dürfen. Das liegt laut Anbieter Konami in erster Linie daran, dass Waffen hier keine Rolle spielen: Bekommt es der Spieler mit den serientypischen Untoten zu tun, kann er sie lediglich kurzzeitig abschütteln - und muss sein Heil ansonsten in der Flucht suchen.

Daraus zu folgern, „Shattered Memories” sei weniger schaurig als die Vorgänger, wäre aber grundverkehrt.

Gerade die Tatsache, dass der Spieler den lauernden Kreaturen mehr oder minder ausgeliefert ist, gibt dem Titel seinen hohen Gruselfaktor. Die Handlung ist stark an jene des elf Jahre alten ersten „Silent Hill”-Teils angelehnt: Hauptfigur Harry Mason kommt nachts in der titelgebenden Stadt zu Bewusstsein, und seine kleine Tochter Cheryl ist verschwunden.

Es stellt sich heraus, dass Harry einen Autounfall hatte - und dass in seinem Haus, an dessen Adresse er sich plötzlich wieder erinnern kann, fremde Menschen wohnen. Seltsamerweise kennt eine Polizistin, die ihm gelegentlich zu Hilfe kommt, diese bestens. Vor diesem Hintergrund muss der Spieler die nächtliche Stadt erkunden und herausfinden, was es mit dem Rätsel um Harrys Tochter auf sich hat. Immer sieht er sich den Fragen eines Psychiaters ausgesetzt - und stellt mit den Antworten die Weichen für den weiteren Spielverlauf.

Wie heißt der Sohn von Meeresgott Poseidon? Na klar - zumindest für Anhänger des Autoren Rick Riordan und der nach eben jenem Buben benannten Romanserie: Percy Jackson. Und mit ihm als Hauptdarsteller kommt nicht nur ein Film in die Kinos. Vielmehr veröffentlicht Activision am 11. Februar auch ein Spiel für den kleinen DS dazu: „Percy Jackson - Diebe im Olymp” ist sein Titel, und es handelt sich dabei um ein Taktik-Rollenspiel.

Der Titelheld muss ein möglichst effektives Team aus Verbündeten zusammenstellen, von denen jeder über seine speziellen göttlichen Fähigkeiten verfügt. Wozu das Ganze? Zeus - oberster der auch Percys Papa umfassenden olympischen Götter - wirft ihm vor, seinen Herrscherblitz gestohlen zu haben. Ehrensache, dass Percy diesen Verdacht ausräumen will. Und als wäre das noch nicht genug, muss er auch noch einen Krieg unter den Göttern verhindern.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert