Fliegende Fleischbällchen und große Show

Von: Christoph Lippok, dpa
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Mit echten Gegnern macht es mehr Spaß. Und dank der Onlinefunktionalitäten der aktuellen Konsolen müssen die Kontrahenten dazu gar nicht mehr wie hier nebeneinandersitzen. Foto: dpa

Düsseldorf. Das alte Jahr ist passé, das Weihnachtsgeld aber vielleicht noch nicht. Für Konsolen-Besitzer wäre das durchaus von Vorteil. Denn die Anbieter haben die potenziell einträglichsten Spiele zwar schon vor Weihnachten auf den Markt geworfen. Aber auch im Januar erscheint der eine oder andere Titel, für den es sich lohnt, Geld auszugeben.

Sowohl für eingefleischte Zocker als auch für Gelegenheitsspieler ist etwas dabei. Letztere könnten sich von einem Spiel angesprochen fühlen, das einen der kuriosesten Titel hat, der jemals auf einer Videospiel-Hülle stand.

„Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen” von Ubisoft erscheint am 21. Januar - eine Woche, ehe der gleichnamige Animationsfilm in die Kinos kommt. Darin versucht der Erfinder Flint Lockwood etwas zu entwickeln, was das Leben aller Menschen verbessert. Mit dem monströs klingenden FLDSMDFR (Flint Lockwood Diatonic Super Mutating Dynamic Food Replicator) scheint er seinem Ziel näher zu kommen. Doch als er die Maschine in Betrieb nimmt, fängt es umgehend an, Essen zu regnen. Und schon nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Der Film basiert auf dem mehrfach prämierten Kinderbuch von Judi und Ron Barrett.

Als ob die Handlung an sich nicht schon wunderlich genug wäre: Die Orte des Geschehens sind es auch. So führen die 20 Level die Spieler etwa in ein Gelee-Schloss und zu den Eiscreme-Fällen. Viele JumpnRun-Elemente stecken in dem Spiel, wobei dieses ebenso wie der Film für die ganze Familie geeignet ist. Der Schwierigkeitsgrad dürfte sich entsprechend im unteren Bereich der Skala bewegen.

Lockwood muss im Spielverlauf auch etliche skurrile Gegenstände nutzen. Unterm Strich kommt es zur wahrscheinlich größten virtuellen Essensschlacht aller Zeiten - mutierte Hamburger sind da noch die normalsten Flugobjekte. Einzelkämpfer sind gefordert, aber auch ein Kooperations-Modus steht zur Verfügung. „Wolkig mit der Aussicht auf Fleischbällchen” erscheint für Nintendos Wii (rund 30 Euro) sowie die Xbox 360 und die Playstation 3 (jeweils rund 45 Euro).

Auch Hobby-Sänger bekommen wieder frischen Stoff für ihre Konsole: „Karaoke Revolution” von Konami erscheint am 15. Januar und wird etwa 50 Songs beinhalten. Vor allem auf den Wettbewerbsmodus haben sich die Entwickler konzentriert. Dabei können bis zu 16 Personen zum Sänger-Wettstreit antreten, nachdem sie eine individuelle Songliste zusammengestellt haben.

Ähnlich wie bei „Singstar” bewertet die Software die Sangeskunst: Je mehr Töne ein Spieler trifft, desto schneller geht es für ihn auf der Karriereleiter nach oben, auch im Solo-Modus. Zuerst muss er sich auf kleinen Bühnen behaupten, bis er schließlich die ganz große Show abliefern kann - komplett mit pyrotechnischen Effekten und anderem Bühnen-Schnickschnack auf dem Bildschirm.

Die Playstation-3-Version ermöglicht den Wettstreit rund um den Globus. Für die Spielfiguren lassen sich neue Outfits herunterladen, und auch neue Songs gibt es online. „Karaoke Revolution” erscheint für Wii und Playstation 3 zum Preis von jeweils rund 30 Euro. Das Spiel ist laut dem Anbieter Konami kompatibel mit allen verfügbaren USB- und drahtlos-Mikrofonen. Für die Wii gibt es auch eine Version inklusive Mikrofonen für rund 50 Euro.

Nicht als zartbesaitet verschrien und in den meisten Fällen auch keine Gelegenheitsspieler sind Fans von Beat-em-up-Titeln. Für sie kommt am 29. Januar exklusiv für Nintendos Wii „Tatsunoko vs Capcom - Ultimate Allstars” in den Handel. Den Reiz zieht das Spiel vor allem daraus, dass sich hier die Heroen zweier Traditionsunternehmen aus Japan gegenüberstehen: Capcom bietet seit etwa 30 Jahren Videospiele an, Tatsunoko ist ein Studio für Animationsfilme und -serien.

Auf Seiten von Capcom gehen unter anderem die Straßenkämpfer Ryu und Chun-Li sowie Morrigan aus dem Titel „Darkstalkers” in die Arena. Ken the Eagle und Jun the Swan aus „Battle of the Planets” sowie Krieger Casshan sind für Tatsunoko am Start. Insgesamt stehen mehr als 20 Kämpfer zur Auswahl.

Die Annäherung an Gelegenheitsspieler wird über eine vereinfachte Steuerung versucht. Denn wer schon einmal Beat-em-up-Experten im Einsatz beobachtet hat, der weiß, dass ihre Controller-Akrobatik mit vielen Stunden Training erkauft werden muss. Trotzdem geht „Tatsunoko vs Capcom - Ultimate Allstars” nicht eben leicht von der Hand: Selbst Genre-Spezialisten müssen tief eintauchen, um alle Bewegungen und Kombinationen zu erkunden. Das Spiel wird rund 40 Euro kosten.

Ebenfalls nur sehr bedingt etwas für Gelegenheitsspieler ist „Mass Effect 2” von Electronic Arts. Die Hauptfigur Commander Shepard muss wieder eine große Aufgabe lösen: Am Rand des erforschten Universums werden komplette Kolonien der Menschen entführt. Wer dahinter steckt, bleibt vorerst im Verborgenen. Shepard verbündet sich mit der nicht gerade zimperlichen Organisation Cerberus, deren erklärtes Ziel der Kampf für das Überleben der Menschheit ist.

Spannend für Besitzer von „Mass Effect 1” dürfte die Möglichkeit sein, ihren alten Spielstand zu importieren. Das Kampfsystem soll im Vergleich zu Folge eins deutlich überarbeitet worden sein. Für mehr Spieltiefe sollen Rollenspiel-Elemente wie die Charakter-Entwicklung sorgen. „Mass Effect 2” erscheint am 28. Januar exklusiv für die Xbox 360 und wird rund 65 Euro kosten.
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