Flaschenspeicher für Licht entwickelt

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Mainz. Forscher der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz haben einen Speicher für Licht entwickelt: Das winzige Bauteil besteht aus einer bauchigen Struktur in einer Glasfaser, die das Licht einschließt und zwischen zwei Umkehrpunkten hin und her pendeln lässt.

Mit diesem sogenannten Mikroresonator kann die Wechselwirkung von Licht und Materie untersucht werden. So könnten Bauteile für künftige Quantencomputer entstehen, teilt die Universität in Mainz mit.

Den Wissenschaftlern um Arno Rauschenbeutel ist es in ihrer Arbeit gelungen, eine herkömmliche Glasfaser durch Erhitzen und Strecken auf etwa den halben Durchmesser eines menschlichen Haares zu verjüngen und auf dieser dann mit Hilfe eines Lasers eine bauchige Struktur zu erzeugen. Diese Struktur reflektiert das durchs Innere der Faser laufende Licht, so dass es in einer Schraubenbahn die Achse der Glasfaser umläuft. Dabei kann das Licht auch entlang der Glasfaser nicht entweichen, da der Durchmesser der Glasfaser zu beiden Seiten hin abnimmt.

Die Einstellung dieses sogenannten Flaschenresonators auf bestimmte Lichtwellenlängen erfolgt ganz einfach durch Ziehen an den Enden der Faser. Das Material verformt sich dabei, so dass sich die optischen Eigenschaften verändern und das Licht einen anderen Weg durch die Faser nimmt.

Die Forscher wollen mit Hilfe des Systems aus einzelnen Photonen bestehende Lichtfelder mit einzelnen Atomen koppeln. Eine solche Kopplung könnte unter anderem in Quantencomputern genutzt werden, die in Zukunft auf geringstem Raum extreme Rechenleistungen ermöglichen sollen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert