Computermesse: Leipzig nimmt Rücksicht auf Köln

Von: ddp
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Wichtiger Grund für die Anziehungskraft von Computerspielen: Die Spieler erfahren darin Selbstbestätigung. Foto: dpa

<b>Köln/Leipzig. </B>Die Leipziger Messe hat dem Druck der Konkurrenz aus Köln nachgegeben und wird die Spielemesse Games Convention (GC) in diesem Jahr nicht wie geplant veranstalten.

Stattdessen werde in Leipzig mit der Games Convention Online eine neue Messe auf einem rasant wachsenden Markt aus der Taufe gehoben, sagte Messe-Geschäftsführer Wolfgang Marzin am Donnerstag in Leipzig. Die Premiere der Games Convention Online finde vom 31. Juli bis 2. August 2009 statt.

Ursprünglich war die in den vergangenen Jahren sehr erfolgreiche Spielemesse Games Convention vom 19. bis 23. August in Leipzig geplant - zeitgleich zur neuen Messe „Gamescom” in Köln. Diese wird jedoch nach den Worten Marzins nun „ausgesetzt”, da die klassische Spielebranche bei zwei zeitgleichen Veranstaltungen nicht geschlossen auftreten könne.

„Wir konzentrieren unsere Kräfte in diesem Jahr komplett auf die Games Convention Online”, betonte Marzin. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungselektronik (BIU) hatte seine Zusammenarbeit mit Leipzig gekündigt und wird in diesem Jahr erstmals mit der Messe Köln zusammenarbeiten.

Die GC in Leipzig hatte sich im vergangenen Jahr Marzin zufolge mit 203.000 Besuchern und 547 Ausstellern zur weltgrößten Spielemesse entwickelt.

„Online-Game ist Zukunft”, erklärte der Leipziger Messechef. Diese Wachstumsbranche brauche eine Plattform, die Leipzig nun biete. Erwartet würden bei der Premierenveranstaltung 50.000 bis 100.000 Besucher sowie 70 bis 100 Aussteller, darunter marktführende Unternehmen der Online-Games-Branche wie Gameforge und Bigpoint.

Die neue Messe werde in zwei getrennte Bereiche für das Fachpublikum und Gamer gegliedert sein. Über das Internet würden zudem Millionen Gamer der Messe zugeschaltet. Sie können live an der Games Convention Online teilnehmen.

Marzin betonte, Leipzig sei nach wie vor für die klassische Computerspiel-Branche offen, wenn diese geschlossen nach Leipzig kommen wolle. „Die Spieleindustrie soll gemeinsam auftreten”, begründete Marzin die überraschende Entscheidung der Leipziger Messe.
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