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Böse oder Bürgermeister: Die neuen PC-Spiele im Februar

Von: Heiko Haupt, dpa
Letzte Aktualisierung:
PC-Spiele / Grand Ages Rome
Langsam wirds: In „Grand Ages: Rome” wird der Spieler zum Städteerbauer. Foto: dpa

Hamburg. Spiele bringen die unterschiedlichsten Seiten im Menschen hervor - speziell gilt das für Computer-und Videospiele. Mal drängt es zum virtuellen Dasein als wackerer Streiter für das Gute, zum Helden, der Drachen bekämpft und Prinzessinnen rettet.

Mal wird durch ausgefeilte Strategien die Weltherrschaft am Bildschirm angestrebt, und mal geht es nur darum, simulierte Menschen durch ihren Alltag zu lenken, ihre Wünsche zu erfüllen. Recht selten ist bisher die Möglichkeit, einfach nur einen fiesen Charakter darzustellen und dabei auch noch Spaß zu haben - was im Februar nun aber „Ceville” ermöglichen will. Aber auch für Menschen mit Bürgermeister-Ambitionen gibt es Neues unter dem Titel „Grand Ages: Rome”. Hinzu kommt noch eine Mischung an neuen Titeln rund um Spannung und Action.

„Ceville” - der Titel sagt bisher nur wenigen Menschen etwas. Denn es handelt sich eben nicht um die Fortsetzung eines altbekannten Erfolgskonzeptes im Reiche der Computerspiele, vielmehr steckt dahinter eine neue Idee.

Alles ist allerdings nicht neu: Denn „Ceville” ist angesiedelt im Bereich jener Titel, die sich Point&Click Adventures nennen. Ein Großteil des Spielablaufs besteht also darin, mit dem Mauszeiger das Szenario auf dem Bildschirm zu untersuchen, um dort auf Gegenstände zu stoßen, die sich anklicken lassen - immer zu dem Zweck, sie auf den verschiedensten Wegen zur Lösung der gestellten Aufgaben einzusetzen.

„Ceville” setzt jedoch anders als viele bekannte Titel dieses Genres nicht auf eine Fantasy- oder Kriminalfall-Geschichte. Vielmehr geht es darum, die Erlebnisse des bösen Königs Ceville zu verfolgen, in dessen Rolle der Spieler die Geschichte vor allem erlebt. Das Böse ist dabei jedoch nicht so böse wie in irgendwelchen Gruselfilmen - vielmehr präsentiert sich das Adventure in bunter Comic-Grafik, nimmt dabei sich selber, den ach so bösen König und noch so einige andere Sachen auf den Arm.

Für zusätzliche Atmosphäre sollen die Sprecher für die Rollen der Charaktere sorgen: Die deutsche Stimme von Angelina Jolie ist ebenso vertreten, wie die des Bilbo Beutlin aus „Der Herr der Ringe” - dass ausgerechnet diese Stimme den König „Ceville” vertont, ist schon ein Hinweis darauf, dass die Entwickler von Boxed Dreams in München einen Sinn für Humor haben. Publisher Kalypso Media will „Ceville” am 19. Februar zum Preis von knapp 40 Euro in den Handel bringen.

Auf die Fortsetzung bekannter und bewährter Adventure-Kost setzt dagegen Ubisoft mit „CSI: NY”. Auf Basis der bekannten TV-Serie hat der Spieler die Aufgabe, in New York Verbrechen aufzuklären. Als Neuerung ist angekündigt, dass es nun auch möglich ist, in die Rolle der aus der Serie bekannten Charaktere zu schlüpfen. Im Einzelnen sind am Bildschirm Verdächtige zu verhören und Beweise zu suchen, in zusätzlichen Minigames müssen auch Positionen von Schützen berechnet oder Codes geknackt werde. Auf die Spur des Verbrechens geht es ab dem 12. Februar, der Preis für „CSI: NY” beträgt knapp 30 Euro.

Eine Metropole wie New York werden Spieler von „Grand Ages: Rome” nicht errichten können, stattdessen aber die eine oder andere stattliche Ansiedlung im antiken römischen Reich. Als Statthalter gilt es hier, eine Ortschaft aus dem Nichts zu erschaffen. Der Spieler in seiner Bürgermeister-Rolle hat dabei nicht nur zu bestimmen, wo überhaupt ein Haus platziert wird, er muss sich auch um die Ansiedlung der handwerklichen Betriebe und deren Arbeiter kümmern. Die sind schließlich für das Wachsen der anfangs noch winzigen Ansiedlung nötig.

Den Titel „Grand Ages: Rome” hat es zwar zuvor nicht gegeben, das Spielprinzip an sich ist jedoch nicht wirklich neu. Schon in den 90er-Jahre gab es Städtebau-Simulationen wie die „Cäsar”-Reihe in römischem Umfeld, und „Grand Ages: Rome” wiederum ist der Nachfolger von „Imperium Romanum”, das ähnlich funktionierte. Grund für die Umbenennung soll eine geplante Serie von „Grand Ages”-Spielen in unterschiedlichen Zeitaltern sein. Laut Kalypso Media soll „Grand Ages: Rome” am 26. Februar erscheinen und rund 40 Euro kosten.

Aber bekanntlich ist das vielen Spielern zu gemächlich - sie verlangen nach mehr Action, wie sie zum Beispiel „F.E.A.R.” lieferte. Und genau dieser Titel bekommt nun mit „F.E.A.R.2 - Project Origin” einen Nachfolger. Die Handlung ist - wie bei vielen solchen Titeln üblich - eine recht abenteuerlich wirkende Ausgeburt der Fantasie: Ein Mädchen namens Alma lässt ihre Wut in Form von übernatürlichen Kräften an der Stadt Auburn aus. Eine Spezialeinheit muss Alma aufhalten, kämpft dabei gegen allerlei eklige Gegner.

Anbieter Warner Bros. Games verspricht „Packende Action”, die sich in erster Linie in Form von spannenden Kämpfen ausdrücken dürfte. Auf die Festplatten soll „F.E.A.R.2” ab dem 13. Februar für knapp 60 Euro kommen, und Käufer dürften sich wie beim Vorgänger genügend finden - schließlich bringen Spiele ja eben die unterschiedlichsten Seiten im Menschen hervor.
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