Bitkom fordert Debatte zu Freiheit und Sicherheit im Internet

Von: ddp
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Berlin. Der Branchenverband Bitkom hat eine breite Debatte zum Verhältnis von Sicherheit und Freiheit im Internet gefordert. „Jeder zweite Bundesbürger will gleichzeitig maximale Freiheit und maximale Sicherheit”, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer am Sonntag unter Berufung auf eine entsprechende Umfrage.

Viele Nutzer seien in der Frage nach dem richtigen Verhältnis von Freiheit und Sicherheit unsicher. Daher brauche die Gesellschaft Orientierungshilfen von der Politik und praktische Unterstützung von den Unternehmen.

In der Umfrage sprachen sich laut Bitkom zwei Drittel der Befragten für einen Erhalt der Freiheit im Internet aus. Zugleich forderten aber auch 61 Prozent strengere Regeln vom Staat gefordert. Dabei habe jeder Zweite zudem für eine stärkere Überwachung des Datenverkehrs plädiert.

Dabei gibt es laut Bitkom zwischen den Generationen erhebliche Unterschiede. Während sich bei den bis 29-Jährigen 77 Prozent für die Freiheit im Netz ausgesprochen hätten, lehnten bei den Senioren ab 65 Jahren nur 31 Prozent staatliche Eingriffe ab. Dagegen votierte in den Altersgruppen bis 49 Jahre jeder Zweite gegen eine staatliche Zensur.

Weiter hieß es, dass mit 55 Prozent die Mehrheit der Internet-Nutzer den Großteil der Verantwortung für den Datenschutz bei sich selbst sehe. Allerdings fehlten 47 Prozent Informationen, was für den Schutz der eigenen Daten möglich sei. 36 Prozent sähen dagegen vor allem den Staat für den Datenschutz im Web zuständig, acht Prozent die Wirtschaft.

Noch immer gingen viele Nutzer zu sorglos mit ihren Daten um, sagte Scheer. Inzwischen stellten 40 Prozent der Nutzer eigene Bilder, Profile oder Meinungen online, zu einem großen Teil in Internet-Gemeinschaften wie StudiVZ, Xing oder Facebook. Dies sei fast eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr, hieß es.

Für die repräsentative Erhebung im Auftrag von Bitkom sind den Angaben zufolge 1000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren befragt worden.
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