Rüsselsheim - Wenn die Sonne lacht: Opel Cascada Innovation 2.0 CDTI

Wenn die Sonne lacht: Opel Cascada Innovation 2.0 CDTI

Von: amv
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Rüsselsheim. Allzu schüchtern sollte man nicht sein, wenn man mit Opels Cascada unterwegs ist. Die Wahrscheinlichkeit, unterwegs auf das Stoffdach-Cabrio angesprochen zu werden, ist überraschend groß. Ohne Frage hat der Rüsselsheimer Hersteller mit dem offenen Viersitzer ein richtiges Schmuckstück im Angebot.

Nicht nur wenn die Sonne lacht, macht der Cascada optisch was her. Dafür sorgen die auf 4,70 Meter Länge gestreckte Karosserie, der lange Radstand mit entsprechend kurzen Überhängen, die breite Spur und je nach Situation das entweder coupéhaft verlaufende Dach oder das glattflächige Heck, in dem das Stoffverdeck komplett verschwindet.

Das Öffnen und Schließen des Daches sorgt für einen weiteren Hingucker. Auf Knopfdruck wird erst die Heckscheibe des Dachs leicht angehoben. Dann schiebt sich der Kofferraumdeckel nach hinten-oben. Das Dach wird zusammengefaltet und verschwindet dann unter einem plan aufliegenden Deckel. Das ganze Spektakel dauert gerade einmal 17 Sekunden und ist sogar während der Fahrt bis Tempo 50 möglich. In Sommern wie diesen lernt man das schätzen.

Bis Tempo 80 streicht bei geschlossenen Seitenfenstern nur ein laues Lüftchen über die Haare, zumindest wenn man vorne sitzt. Mit höherem Tempo wird es etwas zugiger. Doch selbst auf der Autobahn kann man offen unterwegs sein, ohne dass die Zugluft störende Ausmaße annimmt. Die Investition in das Windschott (290 Euro) muss also nicht unbedingt sein, sorgt aber für nochmal deutlich reduzierten Fahrtwindeinfluss und damit erhöhten Komfort.

Den bietet zudem das so genannte Premium-Stoffverdeck mit extra Akustikdämmung (310 Euro/Serie bei Innovation). Dann bleibt es bei geschlossener Stoffhaube im Innenraum so leise, dass man kaum glaubt, ein festes Stahldach über sich zu haben. Das tröstet ein wenig über den kleinen Nachteil des Frischluft-Opels hinweg: das Platzangebot im Kofferraum. Sind es bei geschlossenem Dach immerhin noch 380 Liter, reduziert sich der Laderaum bei offener Fahrt um 100 Liter.

Doch nicht nur das. Auch das Beladen wird schwieriger, da der Kasten für das Dach weit in das Ladeabteil ragt und die Luke in der Höhe ziemlich einschränkt. Ist man nur zu zweit unterwegs, dann besteht allerdings die Möglichkeit, die Lehnen der hinteren Sitze umzulegen. So kann bei Bedarf sogar ein Fahrrad (mit demontierten Rädern) mit auf die Reise gehen. Das macht deutlich, wie viel Platz die Mitfahrer in der zweiten Reihe normalerweise haben. Selbst zwei großgewachsene Personen können bequem hintereinander sitzen, ohne dass es an Beinfreiheit fehlt. Ist das Dach geschlossen, muss man hinten eine nur leicht eingeschränkte Kopffreiheit in Kauf nehmen.

Fahrer und Beifahrer können auf Wunsch auf besonders ergonomisch gestalteten Polstern Platz nehmen, die mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) ausgezeichnet wurden. Dank zahlreicher Möglichkeiten, die Sitze zu verstellen, können sie ganz individuell auf die eigenen Proportionen angepasst werden. Während diese Extraanschaffung (685 Euro) für deutlich mehr Komfort sorgt, geben der fast edel anmutende Armaturenträger und die hochwertigen Materialien dem Innenraum serienmäßig eine geschmackvolle Atmosphäre. Selbst wenn der Cascada auf der Technik des Astra basiert - in Sachen Wertigkeit  und bei den Abmessungen spielt er eine Klasse höher.

Das gilt ebenfalls fürs Fahren. Schlechte Fahrbahnabschnitte passiert das Cabrio ohne jedes Knacken oder Knistern aus den Tiefen der Karosserie. So agil sich der Wagen bewegen lässt, so verwindungsarm bleibt er selbst offen und bei hoher Geschwindigkeit. Das liegt unter anderem an den zusätzlichen Versteifungsstreben im Unterboden. Sie sorgen allerdings auch dafür, dass der Zweitürer unbeladen 1816 Kilogramm auf die Waage bringt.

Angesichts dieses Gewichts sind die 195 PS des Zweiliter-Biturbodiesels durchaus angebracht. Das serienmäßig mit einem Sechsgang-Getriebe und Start-Stopp-Automatik kombinierte Triebwerk hinterlässt einen souveränen Eindruck. Es hängt gut am Gas, zeigt sich in allen Bereichen spritzig sowie antrittsstark und hat zudem noch einen kernig-sportlichen Sound. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 230 (Werksangabe) erreicht.

Bewegt man das Cabrio allerdings öfter in den oberen Geschwindigkeitsregionen, dann nimmt der Durst deutlich zu. Bei einem ausgewogenen Mix aus Stadt- und Überlandfahrten kommen zu den von Opel angegeben 5,2 Litern etwa zwei Liter hinzu. Zugegebenermaßen mit vielen Kilometern, in denen entweder das Verdeck geöffnete oder die Klimaanlage eingeschaltet war.

Letztere gehört serienmäßig ebenso zur Serienausstattung (ab 26.145 Euro) wie Lederlenkrad oder Radio-CD-System mit sechs Lautsprechern. Die Ausstattungsvariante Innovation beinhaltet darüber hinaus Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht und von den Straßenverhältnissen abhängiger Lichtverteilung, eine elektrische Parkbremse inklusive Berg-Anfahr-Assistent, Licht- sowie Regensensor und Leichtmetallräder. Damit hat dann das Schmuckstück Cascada mit 36.355 Euro allerdings auch seinen Preis.

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