Vorsicht beim Kauf von Autofolien

Von: amv
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München. Getönte Autoscheiben erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele finden sie schick und sportlich. Andere schätzen ihren Schutz vor Hitze und UV-Strahlung. Wer seinen Wagen nicht ab Werk verdunkeln lässt, kann auf Folien aus dem Zubehörhandel zurückgreifen.

Allerdings: „Zulässig sind nur Folien mit einem entsprechenden Prüfzeichen“, erinnert Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland in Köln, und ergänzt: „Ansonsten erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug.“

Darüber hinaus gilt: Windschutzscheibe und vordere Seitenscheiben müssen innerhalb des 180-Grad-Sichtfeldes des Fahrers eine Lichtdurchlässigkeit von mindestens 70 Prozent aufweisen. Diese Vorschrift der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung erfüllen jedoch nur klare oder leicht getönte Wärmeschutzverglasungen. Auch sogenannte Splitterschutzfolien ermöglichen keinen 100-prozentigen Lichtdurchlass. Die Montage kann hier problematisch sein, weil möglicherweise die Grenzwerte überschritten werden.

„Folien, die wie eine Sonnenbrille wirken, sind im vorderen Fahrzeugbereich absolut tabu“, betont Sander. Sie dürfen nur von innen an den Seitenscheiben hinter den B-Säulen oder an der Heckscheibe aufgebracht werden. Der Tönungsgrad spielt in diesem Fall keine Rolle. Bei einer stark verdunkelten Heckscheibe kann die Bauartgenehmigung jedoch einen zweiten, rechten Außenspiegel fordern. Die Montage der hauchdünnen Folien sollten selbst handwerklich Geschickte besser den Fachleuten überlassen. Denn es erfordert schon eine gewisse Erfahrung, um unschöne Falten oder Risse zu vermeiden.

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