München - Urlaub mit Kindern: Den Stress bei der Autofahrt minimieren

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Urlaub mit Kindern: Den Stress bei der Autofahrt minimieren

Von: amv
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Autofahrt
Lesen im Auto ist für Kinder keine gute Beschäftigung, da ihnen schnell schlecht wird. Foto: dpa

München. Für Kinder ist erfahrungsgemäß jede Fahrt in den Urlaub zu lang, selbst die kürzeste Autoreise. „Vor allem für jüngere Kinder ist eine solche Fahrt zunächst einmal eine Einschränkung ihres Bewegungsdranges“, verdeutlicht der Verkehrssoziologe Alfred Fuhr die Situation und entsprechend werde gemosert. „Mir ist so langweilig“, „Ich muss mal“, „Wann sind wir endlich da?“

Solche Quengeleien auf den Rücksitzen können den Familienfrieden während einer langen Autofahrt ernsthaft strapazieren und bereiten Stress. „Der lässt sich vermeiden“, beruhigt Katja Legner vom ADAC in München und nennt die obersten Regeln für unterwegs: „Viele Pausen einlegen und für Bewegung sorgen.“ Doch schon bei der Routenplanung lässt sich die Situation entschärfen. Man solle den Reisebeginn sorgfältig wählen - möglichst nicht am Wochenende oder am ersten Ferientag starten, wenn viel Verkehr zu erwarten ist, legt Katja Legner den Eltern ans Herz.

Etwaige Übernachtungsstopps sollte man vorab organisieren. Um dem Bewegungsdrang der Kinder nachzugeben, empfiehlt es sich, genügend Pausen einzuplanen. „Als Faustregel gilt, im Durchschnitt jede Stunde einen Stopp einlegen und nicht mehr als 500 Kilometer pro Tag fahren", empfiehlt die ADAC-Fachfrau.

Unter www.rast.de können entsprechend zur eigenen Reiseroute Autobahnraststätten mit speziellem Kinderservice schon vorab ermittelt werden. „Als allfällige Trostspender sowie zur Unterhaltung sollten im Wagen Kuscheltiere, einfache Spiele und Malutensilien mitgenommen werden", regt Alfred Fuhr an. Von dicken Büchern bei bereits lesekundigen Kindern rät er ab: „Wenn Kinder nicht regelmäßig hinausschauen, kann ihnen erfahrungsgemäß schnell übel werden."

Gegen Langeweile eignen sich laut Katja Legner einfache Ratespiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder Kartenspiele wie „Uno" oder „Schwarzer Peter". Auch Walkman oder MP3-Player mit kindgerechter Musik oder Hörbüchern lassen die Zeit schneller vergehen und schonten die Nerven der Eltern.

Um tagsüber für die kleinen Fondpassagiere die Fahrt angenehmer zu gestalten, bieten sich Sonnenschilde mit Saugknopf oder Rollos an. Außerdem empfiehlt sich bequeme, schweißabsorbierende Kleidung sowie Wechselwäsche, wenn die Kinder sich unterwegs bekleckern oder übergeben müssen. Gegen Übelkeit Reisekaugummis und Spucktüten bereithalten. Nicht jedes Kind kann seine Übelkeit artikulieren, weiß Heimo Vedernjak, Mediziner des österreichischen Autoclubs ÖAMTC.

Deshalb sollte man Kinder aufmerksam auf Veränderungen im Verhalten beobachten und nötigenfalls die Fahrt unterbrechen. Anzeichen für Übelkeit können Gähnen, Blässe und Schweißausbrüche sein. Manche Kinder werden quengelig, andere klagen über Bauchweh. Viele Kinder erbrechen allerdings scheinbar aus heiterem Himmel.

„Deshalb ist es immer ratsam, einen Vorrat an Plastiktüten oder eine verschließbare Plastikschüssel sowie feuchte Reinigungstücher im Auto zu haben", empfiehlt der Mediziner. Spätestens nach der ersten längeren Autofahrt wissen Eltern, Hunger oder Durst kommen bei ihren Sprösslingen erfahrungsgemäß rasch auf. Also, Proviant griffbereit einpacken. Der sollte leicht sein und möglichst nicht krümeln oder schmelzen können.

Zum Trinken eignen sich Saftschorlen oder Tee in einer wieder verschließbaren Flasche oder bei kleineren Kindern in der Babyflasche. Letzter Tipp der ADAC-Mitarbeiterin:„Für den Fall eines Staus an eine Notration denken."

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