Tückische Verkehrsregeln im Urlaubsland München

Von: amv
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Tempolimit Tempo 120 Autobahn
Autourlauber sollten sich vor Fahrtantritt über Tempolimits und Besonderheiten im Ferienland erkundigen. Foto: dpa

Aachen/München. Autourlauber sollten sich vor Fahrantritt über die jeweiligen Tempolimits und Besonderheiten erkundigen. Das empfiehlt der ADAC in München.

Detaillierte Informationen zu Tempovorschriften, speziellen Bedingungen für Führerscheinneulinge und den zahlreichen länderspezifischen Besonderheiten finden sich auf der Webseite des Autoclubs (www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/verkehrsrecht) unter dem StichwortVerkehrsregeln im Ausland.

Welche Tempolimits gelten oder welche Sicherheitsausstattung im Auto mitgeführt werden muss, das ist wichtig zu wissen, sagt ADAC-Sprecherin Katharina Bauer: Aber, es gibt es auf Europas Straßen noch weitere, teils kuriose Regeln und Vorschriften, bei denen ein Verstoß unter Umständen hohe Bußgelder nach sich ziehen kann.

In Frankreich gelten für Führerscheinneulinge zwei Jahre nach bestandener Prüfung gesonderte Geschwindigkeitsbeschränkungen - außerorts 80 Stundenkilometer (km/h), Schnellstraße 100 km/h, Autobahn 110 km/h. Bei einem Verstoß gegen die Helmpflicht für Biker kann laut Bauer in Italien das Zweirad für 60 Tage in Sicherungsverwahrung genommen werden. Und wer mit über 1,5 Promille im Blut erwischt wird, muss mit einer Enteignung und Zwangsversteigerung seines Fahrzeugs rechnen, sofern Fahrer und Halter des Fahrzeugs identisch sind, warnt sie.

Wenn die Bezahlung der Maut an der Kontrollstation nicht korrekt registriert wird, etwa aufgrund eines technischen Defekts, öffnet sich zwar die Schranke und der Fahrer kann weiterfahren. Allerdings kann eine Nachzahlungsaufforderung noch Jahre später per Post kommen. Deshalb solle man Zahlungsbelege möglichst aufbewahren, empfiehlt die ADAC-Mitarbeiterin.

Österreich: Wer unerlaubt auf Privatgrund parkt, wird zwar nicht abgeschleppt, kann aber per Besitzstörungsklage belangt werden. Dabei können Gerichtskosten bis 700 Euro fällig werden. Tempolimitüberschreitungen bis 30 km/h können hier auch mittels Schätzung durch Gendarmen festgestellt werden (sogenanntes Geschultes Amtsauge).

Bei Verstößen gegen die Mautpflicht werden mindestens 120 Euro fällig und kontrolliert wird auch mittels automatischer Überwachungssysteme. In der Schweiz ist generell das Bußgeldniveau sehr hoch, daher können Verstöße aller Art den Autofahrer teuer zu stehen kommen. Bei ausländischen Verkehrssündern wird, aufgrund der Fluchtgefahr, das Bußgeld in der Regel an Ort und Stelle verlangt. Bei Nichtbezahlung droht im schlimmsten Fall sogar Ersatzhaft, warnt Katharina Bauer.

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