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Tempo 80 auf schmalen Landstraßen

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
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Bei einer Fahrbahnbreite bis einschließlich sechs Metern sollte ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern eingehalten werden. Foto: amv

Bonn. Ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf Landstraßen empfiehlt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn. Diese zulässige Höchstgeschwindigkeit soll gelten, wenn es nur eine Fahrbahnbreite bis einschließlich sechs Metern gibt. Wo die Sichtweite nicht ausreiche, um gefahrlos überholen zu können, solle darüber hinaus die Anordnung von Überholverboten geprüft werden.

Sinnvoll kann es nach Meinung des DVR zudem sein, zum Beispiel auf gut ausgebauten Landstraßen die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Lkw von derzeit geltenden 60 Kilometern pro Stunde (km/h) auf 80 km/h zu erhöhen. Hierdurch ergebe sich eine geringere Geschwindigkeitsdifferenz zu anderen Fahrzeugen, was den subjektiv empfundenen Überholdruck bei einigen Auto- und Motorradfahrern verringern und damit zu einer Vermeidung gefährlicher Überholmanöver führen könne.

Laut Unfallerhebungen der Polizei ist „nicht angepasste Geschwindigkeit“ oft die Ursache für schwere Unfälle auf Landstraßen. Gemeint sind Geschwindigkeiten, die vom Fahrzeugführer unangemessen hoch gewählt wurden trotz beispielsweise Nässe, Glätte, Dunkelheit oder heiklem Straßenverlauf an Kurven oder bei Gefälle. „Ob bei Unfällen mit nicht angepasster Geschwindigkeit auch eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vorgelegen hat, lässt sich oft nur mit Hilfe von Gutachten klären“, sagt Detlev Lipphard vom DVR. Unstrittig sei jedoch, so der Verkehrssicherheitsexperte, dass niedrigere Geschwindigkeiten auf jeden Fall zu geringeren Unfallfolgen führen.

Hintergrund: Laut DVR ereignen sich die meisten tödlichen Unfälle auf Landstraßen. Im vergangenen Jahr verloren dabei 1934 Menschen ihr Leben, das sind knapp 60 Prozent aller Verkehrstoten. Jeder vierte Getötete wurde Opfer eines so genannten Baumunfalls. Viele Verkehrsteilnehmer starben bei Unfällen in Kurven und an Kreuzungen, Einmündungen oder Zufahrten. Aber auch Überholvorgänge führen immer wieder zu schweren Unfällen. Neben Insassen von Pkw sind häufig auch Motorradfahrer an solchen Unfällen beteiligt.

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