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Suzuki SX4 S-Cross: Eine neue Größe

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Suzuki SX4 S-Cross
Suzuki SX4 S-Cross: Eine neue Größe. Foto: dpa

Bensheim. Interessiert man sich für das Kompakt-SUV Suzuki SX4, dann sollte man genau wissen, was man möchte. Es gibt eine Classic-Version - die alte sozusagen - und die Variante Suzuki SX4 S-Cross.

Modern gezeichnet, allerdings optisch ziemlich unauffällig im Rahmen der Konkurrenzmodelle, mit deutlich mehr Platz als die Classic-Ausführung, einem Vierzylinder-Turbodieselmotor mit Common-Rail-Direkteinspritzung (120 PS) unter der Haube und einige Verwunderlichkeiten.

Dank des verlängerten Radstandes (plus zehn Zentimeter) und dem Längenwachstum der Karosserie (plus 15 Zentimeter) kann der Kompakt-SUV mit seinen Platzverhältnissen schon einmal punkten. Vorne wie hinten sitzen vier Erwachsene in dem Fünftürer bequem, stoßen weder mit Kopf noch Knie an. Daumen-hoch gilt ebenfalls für den Kofferraum. Das Gepäckabteil bietet Platz für 430 oder maximal 1269 Liter Gepäck.

Durch die breite Öffnung und die niedrige Ladekante lassen sich selbst sperrige Gegenstände leicht be- und entladen. Daumen-runter allerdings gilt für die Kofferraumabdeckung. Die erscheint aus Pappe gepresst und wenig belastbar. Das Interieur ist schlicht, das Cockpit übersichtlich gehalten. Eine Hartplastiklandschaft tut sich auf, die leicht zu säubern sein mag. Ansehnlich ist sie nicht. Und so mancher Materialübergang oder Fuge könnte sich ebenfalls sorgsamer gestaltet darbieten.

Für Farbtupfer im dunkelgrauen Innenraum sorgen die gut ablesbaren blau hinterlegten Instrumente und die chromfarbigen Applikationen. Allerdings ist der kombinierte Bildschirm des Navi und der Rückfahrkamera mit einer Sonnenbrille oder bei kritischen Lichtverhältnissen mitunter schwer zu entziffern. Etwas suchen muss man desgleichen die Bedienung des Bordcomputers. Sie findet sich, ähnlichem einem Druckknopf für den Tageskilometerzähler, vom Lenkrad verdeckt und die zwölf verschiedenen Tasten rundum den Kranz des Steuers erfordern auch eine gewisse Einarbeitung.

Die Ledersitze, die die Topausstattung Comfort+ bietet, sind selbst auf langen Fahrten bequem und bieten guten Komfort. Auf den Fondplätzen vermisst man etwas Seitenhalt. Eine Empfehlung ist das Panoramaschiebedach, das sich über eine Länge von einem Meter erstreckt. Getrübt werden solche Aussichten auf langen Strecken durch den insgesamt hohen Geräuschpegel. Deutliche Windgeräusche lassen Passungenauigkeiten an der Karosserie vermuten. Der 1,6-Liter große Turbodiesel bringt den über 1.300 Kilogramm schweren Wagen gut in Schwung, wenn erst einmal eine kleine Anfahrtschwäche überwunden ist.

Laut Hersteller liegt die Spitzengeschwindigkeit bei 175 Kilometern pro Stunde. Von null auf Tempo 100 vergehen 13 Sekunden. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,5 Liter belastet er das Tankbudget auf verträgliche Weise. Die Sechsgangschaltung verrichtet ihren Dienst mit kurzen, knackigen Schaltwegen und nur manchmal muss der Gangwechsel mit etwas Nachdruck eingeleitet werden. Gewöhnungsbedürftig ist die Charakteristik der Servolenkung: Sie gibt nur wenige Rückmeldung. Tadellos und gut dosierbar tun die Bremsen das, was man von ihnen verlangt. Das Fahrwerk des SX4 S-Cross zeigt sich sicher und ausgewogen mit einer leichten Betonung auf Komfort. Per Drehknopf auf dem Mitteltunnel kann der Fahrer die Fahrzeugdynamik dem gewünschten Einsatzzweck anpassen.

Der Allradantrieb mit selbstständig sowie stufenlos zuschaltender Lamellenkupplung an der Hinterachse bietet dafür vier Einstelloptionen: Die Spanne reicht von Auto (kraftstoffsparend) über ein Dynamik- oder Schnee-Programm bis hin zu starrem Durchtrieb nach hinten für maximale Traktion. "Allrad für mehr Freiheit" wirbt Suzuki. Tatsächlich reichen die Geländeeigenschaften des Kompakt-SUV - wie bei den meisten seiner Art - für Fahrten in leichtem Terrain. Sehen lassen kann sich die umfangreiche Ausstattung. Crossover-Optik mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern, Kunststoffblenden an Radhäusern und Schwellern, Dachreling und Unterfahrschutz sowie Ledersitze, das große Panorama-Glasdach, Zwei-Zonen-Klimaautomatik oder Xenon-Licht bieten einen entsprechenden Gegenwert.

Damit kommt der Suzuki allerdings auf 28.990 Euro (Basispreis: 25.090 Euro). Insgesamt punktet der SX4 S-Cross als ein schnörkelloses und praktisches Auto. Wer einen modischen Lifestyle-Flitzer sucht oder sich mit einer elektronischen Sicherheitsarmada umgeben möchte, sucht hier vergebens.

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