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Schiedsstelle hilft bei Streit mit der Autowerkstatt

Von: amv
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Bonn. Im Spannungsfeld zwischen Autofahrer und Autowerkstatt kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Vermeintlich oder tatsächlich schlampige Arbeit, überhöhte Preise, unverlangte Leistungen - natürlich kostenpflichtig - lassen den Ärgerpegel steigen. Doch es gibt im Konfliktfall eine bewährte Lösung.

Wenn etwa neu montierte Kfz-Räder und -Reifen nicht einwandfrei ihren Dienst tun, ist die Beschwerdestelle für betroffene Autofahrer erst einmal die Werkstatt, in der diese montiert wurden, erläutert Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) in Bonn. Was aber, wenn keine Einigung erzielt werden kann?

„Bei Auseinandersetzungen zwischen Reifenwerkstätten und ihren Kunden kann unsere Schiedsstelle helfen“, empfiehlt Drechsler. „Voraussetzung ist allerdings, dass das Werkstattunternehmen bei uns Verbandsmitglied ist.“ Die Chancen hierfür stehen allerdings gut: Knapp vier Fünftel der spezialisierten Reifenfachbetriebe in Deutschland sind im BRV organisiert. Die Adressen solcher Schiedsstellen hat der Verband auf seiner Website zusammengefasst.

Die Schiedsstelle wird tätig in Reklamationsfällen aus Herstellung und Verkauf von runderneuerten Reifen, aus Reifenreparaturen oder Reifenservice sowie allen Dienstleistungen, die hiermit in Zusammenhang stehen. Ein Rechtsstreit darf bis zur Anrufung der Schiedsstelle noch nicht anhängig sein. Grundsätzlich bleibt der Rechtsweg jedoch frei.

Kann im sogenannten Vorverfahren keine Einigung erzielt werden, unterbreitet die Schiedskommission nach Prüfung der Sachlage den Parteien einen Vorschlag für einen Vergleich. Wird dieser von einer Partei oder beiden nicht akzeptiert, entscheidet die Kommission durch einen Schiedsspruch, der schriftlich abgefasst und mit einer Begründung versehen den Parteien zugestellt wird.

Nun können immer noch rechtliche Schritte eingeleitet werden. Ein weiteres Schiedsverfahren in derselben Sache findet nicht statt. „Die Schiedsstelle ist neutral, gewährt absolute Vertraulichkeit und hilft Zeit, Nerven und auch Geld zu sparen“, sagt Hans-Jürgen Drechsler. Wer die Schiedsstelle anruft, riskiert damit nichts. Denn das Schiedsverfahren ist für beide Seiten kostenlos und während der Dauer des Verfahrens ist der Lauf der Verjährungsfrist von Ansprüchen angehalten.

Wichtig: Reklamationen bei Neureifen fallen nicht unter das Tätigkeitsgebiet der Schiedsstelle. Sie sind auf Herstellerebene zu klären. Erster Ansprechpartner für den Kunden ist auch hier die Reifenwerkstatt, die dann als Vermittler zwischen ihm und dem Reifenhersteller fungiert.

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