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Saisonfahrzeuge unter Spannung halten

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Ladegerät Batterie
Beim Kauf eines Ladegeräts sollte auf die richtige Spannung geachtet werden. Foto: TÜV Süd

München . Batterien von Saisonfahrzeugen, etwa Wohnmobilen oder Oldtimern, brauchen besondere Pflege, wenn sie in der kalten Jahreszeit vorübergehend stillgelegt sind. Bei abgestellten Fahrzeugen verliert die Batterie einerseits von selbst an Ladung.

„Die so genannte Selbstentladung kann bis zu 30 Prozent der Kapazität pro Monat betragen“, sagt Eberhard Lang von TÜV Süd in München und macht auf ein weiteres Problem aufmerksam: „In vielen Kellern und Garagen stehen Jahrzehnte alte Ladegeräte.“ „Die sind vom technischen Stand her überholt“, gibt der Spezialist von TÜV Süd zu bedenken. Alte Ladegeräte versuchen einfach, möglichst viel Strom in die Batterie zu pumpen. Ist diese dann voll, wird die Energie einfach in Wärme umgesetzt. Dies ist schlecht für die Lebensdauer.

Moderne Geräte schalten dagegen bei 100 Prozent Ladezustand automatisch auf Erhaltung um. Das heißt, sie führen hin und wieder etwas Strom zu, damit die Kapazität voll erhalten bleibt. Sie regeln den Ladestrom zudem so, dass er genau zum Ladezustand und Batterietyp passt. Ganz ausgefeilte Modelle entladen den Stromspeicher bei längeren Standzeiten sogar zwischenzeitlich leicht und führen danach wieder Energie zu. Dies wirkt sich wohltuend auf die Haltbarkeit aus. Zwölf Volt ist bei Personenwagen die seit Jahrzehnten übliche Batteriespannung. Entsprechend sind die Ladegeräte ausgelegt. Bei Oldtimern und Zweirädern gibt es aber noch Bordnetze mit sechs Volt. Und im Nutzfahrzeugbereich sind 24 Volt verbreitet.

Also beim Kauf eines Ladegeräts auf die richtige Spannung achten. Im Handel sind umschaltbare Modelle erhältlich. Bei denen muss unbedingt die passende Spannung für die zu ladende Batterie eingestellt sein. Früher lautete der Rat: Batterie zum Laden abklemmen und die Stopfen herausschrauben. Dies ist mit modernen Ladegeräten nicht mehr notwendig. Wegen der beschriebenen Laderegelung kann die Säure nicht mehr kochen und Gas entwickeln. „Überhaupt sollte die Batterie angeschlossen bleiben“, meint Lang. Das schadet dem Oldtimer nicht und erspart bei neueren Saisonfahrzeugen das Anlernen der Elektronik. Solch eine Neueinstellung der Uhr und des Radios etwa ist lästig. „Moderne Lader sind recht unempfindlich gegen Verpolen und Kurzschlüsse“, weiß Lang.

Dennoch sind der korrekte Anschluss und die richtige Reihenfolge wichtig. Stets zuerst das Ladegerät an die Batterie anklemmen. Erst danach den Netzstecker ans Stromnetz anschließen. Die rote Klemme gehört an den Pluspol. Dessen Markierung ist auf vielen Batterien schlecht zu erkennen. Ein Anhaltspunkt ist die Abdeckung, mit der Pluspole geschützt sein sollten. Die meisten Batterien sind heute verschlossen.

Es gibt also keine Zellstopfen mehr, durch die der Säurestand gecheckt werden könnte. Wenn doch, sollten Prüfung und gegebenenfalls Auffüllen vor dem Nachladen geschehen.. „Beim Nachfüllen mit destilliertem Wasser wird die Säure verdünnt. Dies vermindert den Ladezustand“, sagt Lang. Beim anschließenden Nachladen korrigiert sich das von selbst. Die Säure sollte rund einen Zentimeter über den Platten stehen. In der Regel zeigen Absätze in den Öffnungen die richtige Stelle an. Nicht zu viel einfüllen. Nur destilliertes Wasser nehmen, nie Säure. 

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