München - Rettungsgasse schafft Platz für Leben

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Rettungsgasse schafft Platz für Leben

Von: amv
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Rettungsgasse
Bei mehrspurigen Autobahnen ist die Rettungsgasse zwischen dem äußersten linken und der direkt rechts daneben liegenden Fahrspur zu bilden. Foto: dpa

München. Bei einem Stau auf mehrspurigen Straßen sind alle Autofahrer verpflichtet, die sogenannte Rettungsgasse frei zu machen. Dabei - so heißt es in der entsprechenden Vorschrift der Straßenverkehrsordnung - ist die Rettungsgasse bei zwei Fahrstreifen in der Mitte zu bilden: Autos auf dem linken Fahrstreifen müssen also an den linken Fahrbahnrand fahren, die auf der rechten Spur an den rechten Fahrbahnrand.

Daran erinnert der ADAC in München. Bei mehrspurigen Autobahnen ist die Rettungsgasse zwischen dem äußersten linken und der direkt rechts daneben liegenden Fahrspur zu bilden. Hintergrund: „Der Standstreifen ist als Zufahrt zu den Einsatzstellen nicht geeignet, weil er oft nicht durchgehend ausgebaut oder von liegengebliebenen Fahrzeugen blockiert ist“ , erläutert ADAC-Mitarbeiter Klaus Reindl.

Autofahrer, die gegen das Gebot der Rettungsgasse verstoßen, müssen mit einem Bußgeld von 20 Euro, unter Umständen sogar mit einer Anzeige rechnen müssen. Eine Rettungsgasse ist nicht nur dann erforderlich, wenn ein Unfall zum Stau geführt hat. Auch bei normalem stockendem Verkehr müssen Autofahrer die freie Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen zu anderen Einsatzorten oder Krankenhäusern gewährleisten.

Wichtig: Selbst wenn vorausfahrende Verkehrsteilnehmer noch keine Rettungsgasse gebildet haben, ist jeder Einzelne verpflichtet, mit dem Aufbau einer Rettungsgasse zu beginnen. „Fast 30 Jahre Erfahrung in Deutschland haben gezeigt, dass eine Rettungsgasse bis zu vier Minuten Zeitgewinn für die Einsatzkräfte bedeutet“ , erläutert KS-Sprecher Thomas Achelis vom Autoclub KS: „Das kann Leben retten.“ Denn die Überlebenschancen von Schwerstverletzten erhöhten sich im Schnitt um zehn Prozent pro Minute, je schneller professionelle Hilfe vor Ort sei. Vier Minuten Zeitersparnis dank der Rettungsgasse bedeuteten also eine bis zu 40 Prozent höhere Überlebenschance.

Jeder Autofahrer sollte also daran denken, dass im Notfall jede Minute zählt, um das Leben der Verunglückten zu retten. Vergleichbare Regeln zur Rettungsgasse gibt es neben Deutschland ebenso in Österreich, der Schweiz, Slowenien und Tschechien.

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