Nissan Note 1,5 dCi Tekna: Waschen und fönen

Nissan Note 1,5 dCi Tekna: Waschen und fönen

Von: amv
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Sparsam im Verbrauch, großzügig beim Platzangebot - schon mit diesen beiden Eigenschaften kann der Nissan Note im Alltag mächtig punkten. Und auch ansonsten hat die zweite Generation der Grossraumlimousine in der Kleinwagenklasse einiges zu bieten, etwa ein umfangreiches Sicherheitspaket.

Wenn nach 300 Kilometern zügiger Autobahnfahrt der Bordcomputer noch immer einen Wert von fünf Litern anzeigt, erfreut das schon das Herz des Fahrers. Steht nach einigen ruhigen Landstraßenabschnitten samt diversen Fahrten in der Stadt sogar eine vier in der Anzeige, dann wird der zumeist als fiktiv geltende Normverbrauch zu einer erlebten Tatsache: laut Nissan liegt der beim Note nämlich bei 3,6 Litern. Mit einem etwas ruhigeren Gasfuß dürfte der 90 PS starke 1,5-Liter-Diesel damit tatsächlich auskommen.

Antritt, Spurtvermögen und Laufruhe des Vierzylinders sind ebenso wie die eher straffe Fahrwerksabstimmung tadellos. Als typischer Fronttriebler ist der Nissan Note sicherlich kein Kurvenräuber. Der Grenzbereich in Kurven kündigt sich mit einem Untersteuern früh und beherrschbar an. Das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern liegt bei 2000 Umdrehungen an. Von null auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) dauert es laut Hersteller 11,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist demnach bei Tempo 180 erreicht und das überraschend leichtfüßig und ohne langen Anlauf. Erst an Autobahnsteigungen schwinden dem 1,5 dCi etwas die Kräfte. Bei der Geräuschentwicklung hält sich der Selbstzünder erfreulich zurück. Nur wenn das Aggregat nach der Ruhephase an der Ampel (Start-Stopp-Automatik serienmäßig) wieder in Aktion tritt, macht es mit einem intensiven Brummeln deutlich auf sich aufmerksam.

Die Karosserie des 4,10 Meter langen Viertürer heischt nicht wirklich um Aufmerksamkeit. Dennoch wirkt sie aufgrund der markanten Linien in Verbindung mit sanften Flächen auf unaufdringliche Weise präsent und schick. Selbst an einer wohldosierten Prise Dynamik mangelt es ihr nicht. Damit kann man sich sehen lassen. Mehr als sehen lassen können sich die Fähigkeiten des Notes als Lademeister. Maximal fasst das Gepäckabteil 1495 Liter. Der Zug an zwei Hebeln genügt, um die Lehnen der Rücksitzbank umzuklappen und das Fassungsvermögen des Kofferraumes von 323 Litern bei voller Sitzplatzbelegung auf das maximale Volumen zu vergrößern. Die weit aufschwingende Heckklappe sowie die niedrige Ladekante machen es einfach, Koffer und Taschen zu verstauen. Kleinteile sind sicher in den Fächern unter dem Ladeboden untergebracht. Die maximale Ladelänge beträgt gut zwei Meter. Man kann mit dem Note also für einen größeren Einkauf beim Großmarkt oder Möbelladen vorfahren.

Sollen vier Personen sowie etwas mehr Gepäck mit an Bord, dann lässt sich die Rückbank um bis zu 16 Zentimeter verschieben. Sehr praktisch: das gelingt über einen einfach zu bedienenden Griff vom Heck aus. Ebenso einfach ist der Zugang zu den hinteren Plätzen. Die Türen öffnen sich bis zu einem Winkel von 90 Grad und geben so den Weg frei zu den hinteren Plätzen. Hier können sich die Fondgäste aufgrund des Radstands von 2,60 Metern über reichlich Kniefreiheit freuen. Die gegenüber der ersten Reihe leicht erhöhte Position der hinteren Sitze sorgt für eine gute Sicht nach vorne, schränkt dabei die Kopffreiheit aber keineswegs ein.

Hochwertig wirkende und gut verarbeitete Materialien steigern den Wohlfühlfaktor für alle Insassen. Der Fahrer kann sich zudem an der guten Übersicht des neu gestalteten Armaturenträger mit LED-Anzeigen erfreuen. Ist der so genannte "Eco-Modus" aktiviert, dann zeigt eine sphärisch blau-grüne Beleuchtung an, wie wohl dosiert und umweltbewusst man gerade unterwegs ist. Während sich innermotorisch beim Umschalten auf diese Funktion nichts ändert, hat ein Druck auf die Taste "Saftey Shield" weitgehendere Folgen.

Er deaktiviert das von Nissan konzipierte Technologie-Paket. Es umfasst unter anderem eine Kombination aus Toter-Winkel-Warner, der Erkennung von Bewegung beispielsweise spielender Kindern hinter dem Fahrzeug und einem Spurverlassenswarner. Anders als bei vielen Wettbewerbern sammelt das "Sicherheitsschild" seine Daten über eine einzige Umfeld-Kamera am Heck. Um jederzeit ein gestochen scharfes Bild zu haben, setzen die japanischen Techniker modernste Bildverarbeitungssoftware ein. Diese scannt das Bild permanent und setzt bei Verschmutzungen der Kamera einen Reinigungsprozess des Objektivs mit anschließender Fön-Trocknung in Gang.

Akustische Warnsignale minimieren zudem das Unfallrisiko wie versehentliche Rempler bei Parkmanövern. Eine optische Rückmeldung über die Umgebungssituation liefert der so genannte "Around View Monitor", der über vier rund um das Auto verteilte Mikrokameras eine 360-Grad-Rundumsicht auf das Display des Navigationsgeräts projiziert.

Bei der mit 20.590 Euro zwar teuersten (Einstieg 13.990 Euro), aber auch am umfangreichsten ausgestatten Tekna-Version des Note sind diese Systeme ebenso mit an Bord wie die Teilleder bezogene Polster, 16-Zoll-Leichtmetallreifen, die Klimaautomatik, Navigation, Licht- und Regensensor oder eine Multimedia-Anlage mit Zugriffsmöglichkeiten auf das Internet. So kommen zu den Qualitäten von Sparsamkeit und dem für dieses Segment üppigem Platzangebot auch noch Komfort und Sicherheit hinzu.

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