Brühl - Nissan Micra 1.2: Der Stadtflitzer bietet nun deutlich mehr Platz

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Nissan Micra 1.2: Der Stadtflitzer bietet nun deutlich mehr Platz

Von: Hans H. Grassmann, dapd
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Die dominanten Glupschaugen - einst Markenzeichen des Nissan Micra - sind passé. In der vierten Generation praesentiert sich der Stadtwagen mit einem neuen Erscheinungsbild. Durch den geteilten Kuehlergrill und einen grossen unteren Lufteinlass wirkt die Front des Micra nun dynamischer. Die Flanken wurden abgerundet, und die bislang typischen Sicken sind bis auf eine oberhalb des Tuerschwellers ebenfalls verschwunden. Das Ergebnis ist frisches und zeitgemaesses Blechkleid, das optisch dennoch nicht in der Masse der Kleinwagen untertaucht. Foto: dapd

Brühl. Die dominanten Glupschaugen - einst Markenzeichen des Nissan Micra - sind passé. In der vierten Generation präsentiert sich der Stadtwagen mit einem neuen Erscheinungsbild. Durch den geteilten Kühlergrill und einen großen unteren Lufteinlass wirkt die Front des Micra nun dynamischer.

Die Flanken wurden abgerundet, und die bislang typischen Sicken sind bis auf eine oberhalb des Türschwellers ebenfalls verschwunden. Das Ergebnis ist frisches und zeitgemäßes Blechkleid, das optisch dennoch nicht in der Masse der Kleinwagen untertaucht.

Das handliche Format des Micra wurde dagegen nahezu beibehalten - der Fünftürer legte in der Länge lediglich um sechs Zentimeter auf 3,78 Meter zu. Dies hat aber dennoch erfreuliche Auswirkungen: Durch die gleichzeitige Verlängerung des Radstandes ergibt sich spürbar mehr Platz im Innenraum. Davon profitieren vor allem die Passagiere auf der Rückbank. Ihnen steht mehr Platz im Fußraum zur Verfügung, und dank der langgezogenen Dachlinie ist die Kopffreiheit nun ausreichend. Vorbei sind also die Zeiten, als sich Erwachsene bei längeren Fahrten nur ungern in den Fond des Micra bemühten.

Das Platzangebot geht allerdings zulasten des Ladeabteils, dessen Volumen mit 265 Litern nicht sehr groß ist. Durch müheloses Umklappen der 60:40 teilbaren Rückbank kann der Stauraum aber auf bis zu 1.132 Liter erweitert werden - inklusive einer vollständig ebenen Ladefläche.

Angenehme Materialien

Im Innenraum herrscht Wohlfühlatmosphäre. Die angenehm anzufassenden Materialien erscheinen sauber verarbeitet. Die Vordersitze sind bequem und bieten ausreichend Platz. Das Armaturenbrett wird von runden Formen bestimmt. Das dreiteilige Kombi-Instrument mit Analoguhren für Geschwindigkeit und Drehzahl sowie digitalen Anzeigen zu Tankinhalt, Motortemperatur und zahlreichen weiteren Daten liegt gut im Blickfeld des Fahrers und ist selbst bei Gegenlicht einfach abzulesen. Auch die in einer runden Bedieninsel gruppierten Tasten für Heizung, Lüftung, Audioanlage und andere Funktionen sind logisch angeordnet und intuitiv zu bedienen. Zahlreiche groß dimensionierte Ablagen runden den guten Eindruck ab. Schade nur, dass das Lenkrad nach wie vor nur höhenverstellbar ist.

Agiles Handling

Die Fahrleistungen des Micra verlocken zwar nicht unbedingt zu einer Runde auf dem Nürburgring. Doch mit dem neu entwickelten Dreizylinder-Benziner kann man flotter unterwegs sein, als es die technischen Daten ankündigen. In Verbindung mit dem gut abgestuften manuellen Fünfganggetriebe und einem angenehm straffen Fahrwerk erweist sich der Micra als äußerst agil, so dass auch zügiges Fahren auf kurvigen Landstraßen kein Problem darstellt. Angenehm ist dabei, dass durch die vorderen und hinteren Querstabilisatoren die Seitenneigung stark minimiert wird.

Bei derlei Ausfahrten erweist sich der Normverbrauch natürlich als Theorie. Der Preis für das Vergnügen hält sich aber in Grenzen: Mehr als sechs Liter auf 100 Kilometer sollte niemand benötigen. Dennoch bleibt die Domäne des Micra die Stadt, wo man nicht nur leichter als andere einen Parkplatz findet, sondern auch enge Parkhäuser ihren Schrecken verlieren - wozu unter anderem der geringe Wendekreis von 9,3 Metern beiträgt.

Umfangreiche Sicherheitsausstattung

Mit ABS, ESP und sechs Airbags entspricht die Sicherheitsausstattung gehobenem Standard in dieser Klasse. An Komfort-Features gibt es dagegen serienmäßig lediglich eine elektrische Servolenkung und elektrische Fensterheber vorne. Wer mehr möchte - unter anderem eine manuelle Klimaautomatik, eine Geschwindigkeitsregelanlage, das kombinierte Navigations- und Entertainmentsystem Nissan Connect oder einen Parkguide - muss die deutlich teureren Ausstattungslinien ordern und kann schnell noch einmal die Hälfte des Preises für das Basismodell zusätzlich investieren.
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