Nicht immer kommt Gutes von oben: Dachgepäckboxen richtig sichern

Von: amv
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Schlecht befestigte Dachboxen können bei Bremsmanövern oder Unfällen zu einem Risiko werden. Foto: dpa

München. Dachboxen bieten reichlich Platz für das Urlaubsgepäck und erfreuen sich besonders bei Wintersportlern offensichtlicher Beliebtheit. Aber Obacht: „Schlecht befestigte Dachboxen können bei brutalen Bremsmanövern oder gar Unfällen unversehens zu einem Risiko werden“, warnt Vincenzo Luca von TÜV Süd in München.

Nach der vorschriftsmäßigen Montage, empfiehlt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland, „etwa nach 50 Kilometern Fahrt nochmals die Befestigung der Box am Fahrzeug checken und gegebenenfalls nachziehen“.

Der Inhalt der Gepäckträger sollte mit Spanngurten gesichert werden, rät Sander zudem, „um zu verhindern, dass es sich bei einer Vollbremsung selbstständig macht. Ein aufgerollter Schlafsack oder dicker Mantel in der Spitze verringert zudem das Risiko von Beschädigungen.“ Beim Befüllen der Dachbox sollte man außerdem die maximal zulässige Dachlast im Augenmerk haben. „Häufig überschreitet vor allem bei schwerer Ladung das mögliche Fassungsvolumen der Box das höchstzulässige Gewicht“, schildert Thomas Stix, Techniker des österreichischen Autoclubs ÖAMTC, seine Erfahrungen.

Bei vielen Autos ist schon bei 75 Kilogramm Schluss. Die addieren sich durch Gepäck, das Eigengewicht der Box und dem Trägersystem rasch zusammen. Angaben zur Dachlast finden sich in der Gebrauchsanleitung des Fahrzeugs. Liegt die nicht mehr vor, sollte man sich an den Hersteller wenden.

Wichtig für unterwegs: Das erhöhte Gewicht beeinflusst das Fahrverhalten des Fahrzeugs. Der Bremsweg wird länger. Der Wagen kann sich in Kurven stärker zur Seite neigen. Außerdem bieten die Dachaufbauten dem Seitenwind mehr Angriffsfläche. „Schon einige Bremsproben vor der Reise, am besten auf einem großen, leeren Parkplatz, helfen dem Fahrer, sich an den längeren Bremsweg zu gewöhnen“, empfiehlt daher Vincenzo Lucà.

Zusätzlich sollte der Fahrer den Reifendruck vor der Reise kontrollieren und auf das neue Gewicht einstellen. Gleiches gilt für die Höhe der Scheinwerfer, damit sie den Gegenverkehr nicht blenden. Oftmals vergessen wird unterwegs, dass sich die Fahrzeughöhe verändert hat und das kann dann bei der Einfahrt in eine Garage oder er ein Parkhaus eine böse Überraschung geben.

Bereits vor dem Kauf sollte man sicherstellen, dass die gewünschte Box für das eigene Fahrzeug geeignet ist. Dass eine vom Nachbarn ausgeborgte Box nicht immer die beste Lösung ist, wissen leider die Wenigsten, schildert Thomas Stix  seine Beobachtungen. „Eine Dachbox besteht aus einer Box und dem Trägersystem. Die Trägersysteme sind fahrzeugspezifisch, deswegen immer erst erkundigen, welches Modell zum Auto passt“, erklärt der ÖAMTC-Techniker.

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