München - Nicht bis zur Einführungen der Warnwestenpflicht warten

Nicht bis zur Einführungen der Warnwestenpflicht warten

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Warnweste
Noch ist die Warnweste nicht Pflicht. Dennoch ist es sinnvoll, solche Westen zum Warnen anderer Verkehrsteilnehmer im Fahrzeug zu haben. Foto: dpa

München. Autofahrer sollten nach einer Empfehlung des Automobilclubs Kraftfahrer-Schutz (KS) in München möglichst bald ihr Fahrzeug mit Warnwesten nachrüsten. Zwar wird deren Mitführen erst ab Juli kommenden Jahres verpflichtend, aber solange solle man nicht warten, meint KS-Sprecher Thomas Achelis.

„Das Plus an Sicherheit sollte es einem wert sein, zumal es die Westen sehr billig an Tankstellen, im Zubehörhandel, aber auch in Baumärkten gibt.“ Dabei muss die Warnweste, ob in gelb, rot oder orange, der europäischen Norm EN 471 entsprechen.

Die Schutzkleidung gehört nicht in den Kofferraum, sondern unter die Sitze oder ins Handschuhfach, empfiehlt Achelis: „Wenn man erst unter Bergen von Koffern suchen muss, erhöht sich das Unfallrisiko.“ Die Warnweste ist keine Schikane, sondern sicherheitsrelevantes Zubehör, betonen die Fachleute der Sachverständigenorganisation GTÜ.

Wer eine solche Weste trägt, wird wegen des leuchtenden Materials fünfmal früher wahrgenommen, erläutern die Sicherheitsexperten. Besonders bei der Unfallhilfe, beim Aufstellen des Warndreiecks, bei einem Reifenwechsel oder auf dem Weg zur Notrufsäule besteht ohne Weste eine deutlich höhere Gefahr, etwa in der Dunkelheit übersehen zu werden.

Schon jetzt gilt in zahlreichen europäischen Ländern eine Warnwestenpflicht und bei Verstößen gegen die Mitführ- und Tragepflicht drohen teils spürbare Geldbußen. Achtung: Von Land zu Land herrschen teils unterschiedliche Vorschriften über die Zahl der mitzuführenden Westen und deren Einsatz. Man sollte sich deshalb vor Fahrtantritt über die jeweiligen Bestimmungen informieren.

Laut dem ADAC gilt die Pflicht, eine reflektierende Weste im Auto zu haben und sie bei einem Unfall oder einer Panne zu tragen, derzeit in Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowenien, der Slowakei, Spanien und Ungarn. Die Strafen für Zuwiderhandlung können in den einzelnen Ländern ziemlich hoch sein. In Portugal müssen Autofahrer mit einem Bußgeld zwischen 120 und 600 Euro rechnen.

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