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Neuvorstellung Dacia Duster: Aufgehübscht und überarbeitet

Von: amv
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Dacia Duster
Facelift für den Dacia Duster: Der überarbeitete Geländewagen ist unter anderem am markanten Kühlergrill mit Wabenmuster und der neuen Dachreling zu erkennen. Foto: dpa

Brühl. Der Duster ist für die Renault-Tochter Dacia ein Erfolgsmodell und hierzulande das am zweithäufigsten verkaufte Modell der Marke. Um den Erfolgskurs zu halten, wurde nun das Kompakt-SUV überarbeitet. Geblieben sind der Basis-Preis und die Feststellung, dass preisgünstig nicht billig bedeuten muss. Neu: ein 1,6-Liter-Benzinmotor (125 PS).

Äußerlich signalisieren ein verchromten Kühlergrill, ein tiefer nach unten gezogener Lufteinlass in der Frontschürze sowie neue Doppelscheinwerfer samt integriertem Tagfahrlicht das Update. Innen wurde gründlich aufgeräumt und manche Kundenkritik beherzigt. Die Dacia hat bei der Modellpflege eine Menge getan, um die Wertanmutung des Autos zu erhöhen. Das macht sich vor allem im Innenraum mit einem komplett neuen Armaturenträger bemerkbar.

Die verwendeten Materialien hinterlassen einen ordentlichen Eindruck, wenngleich beim Anfassen der Knöpfe und Schalter der Unterschied zu hochwertigeren Fahrzeugen spürbar wird. Unglücklich tief ist in der Mittelkonsole das aufpreispflichtige Navi-Display angesiedelt. Die Anzeigen lassen sich dort nur schwer erkennen. Diverse Kundenkritik nahm man sich offensichtlich bei den Renovierungsarbeiten zu Herzen: So finden sich nun die Scheibenheber-Tasten wie bei anderen Autos in den Türen untergebracht.

Das Informationsangebot wurde um eine Außentemperatur- und eine Schaltpunkt-Anzeige ergänzt. ESP gibt jetzt serienmäßig bei allen Modellvarianten an Bord. Geblieben sind angesichts der knappen Kalkulation die hinteren Trommelbremsen und der Verzicht auf Längsverstellbarkeit der Lenksäule. Dank der erhöhten Sitzposition bietet sich für den Fahrer eine zufriedenstellende Übersichtlichkeit. Vorne reisen Personen bis fast 1,90 Meter bequem.

Die Innenbreite könnte etwas üppiger ausfallen. Die Kopffreiheit hingegen ist sehr großzügig bemessen. Im Fond wird es mit der Kniefreiheit etwas knapp, wenn die Vordersitze nach hinten justiert werden müssen.. Der mittlere Platz der Rücksitzbank sollte als Notsitz betrachtet werden. Praxisgerecht besitzt der Duster eine Vielzahl von Staufächern. Die in den Türen sind jedoch ein wenig klein ausgefallen. Eine Einliter-Flasche passt dort nicht hinein.

Trotz der spürbaren und sichtbaren Überarbeitung bleibt der Duster weiterhin das günstigste Kompakt-SUV auf dem Markt. Unverändert kostet das Basismodell mit einem 1,6-Liter-Benziner (105 PS) samt Frontantrieb und drei Jahre oder 100.000 Kilometer-Garantie 10.490 Euro. 18.490 Euro hingegen stehen auf der Rechnung, wenn der Kunde das Top-Angebot (1,5-Liter-Diesel mit 110 PS und Allradantrieb) samt Komplettausstattung (unter anderem Leder, Aluräder, Multimediasystem inklusive Navigation) bestellt.

Als 4x4-Version zeigt sich der Duster Ausflügen jenseits asphaltierter Straßen gewachsen. Dazu trägt die Bodenfreiheit von 210 Millimetern bei. Auch ohne Getriebeuntersetzung oder Spezialprogramme braucht man mit dem Fünftürer keine Angst vor schlüpfrigen Passagen zu haben. Neu im Motorenangebot findet sich ein 1,6-Liter-Benziner mit 125 PS.

Zudem steht noch ein 1,5-Liter-Diesel (90 PS) - beide nur als Fronttriebler - zur Wahl. Der stärkere Diesel läuft leise und zieht kräftig durch. Der neue Benziner hingegen benötigt Drehzahlen, damit es zügig voran geht. Dann kommen Fahrwerk und Lenkung an ihre Grenzen. Federung und Dämpfung sind klar auf Komfort ausgelegt, die Lenkung agiert ziemlich indirekt.

Das aber schwächt den ansonsten guten Gesamteindruck kaum ab. Wer einen LED-illuminierten Motorraum wünscht oder eine Armada von Assistenzelektronik wird beim Duster nicht fündig. Ist allerdings ein vernünftiges Angebot zu vernünftigen Preisen gefragt, dann ist das kompakte SUV mehr als einen Blick wert.

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