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Neuvorstellung Alfa Romeo Stelvio: Der Hoffnungsträger

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Alfa Romeo Stelvio
Der 4,69 Meter lange, 2,16 Meter breite und 1,67 Meter hohe Hoffnungsträger ist als eher sportlicher Vertreter dieser Fahrzeuggattung SUV ausgelegt. Foto: Alfa Romeo

Frankfurt. Wenn Automanager die Tradition ihres jeweiligen Unternehmens preisen, dann - so die Erfahrung - ist es mit der Gegenwart wohl nicht weit her. Alfa Romeo beispielsweise gelingt es seit Jahren, das Image aufrechtzuerhalten, man biete sportliche Autos mit fortschrittlicher Technik und besonders schöne dazu. Doch der Erfolg am Markt hielt sich in überschaubaren Größen.

Nun aber sprießt die Hoffnung, wieder einmal. Der erste Schritt in eine möglichst bessere Zukunft war 2016 die Einführung der Sportlimousine Giulia. Auf der identischen Plattform rollt jetzt der Stelvio an, erster SUV der italienischen Traditionsmarke.

Der 4,69 Meter lange, 2,16 Meter breite und 1,67 Meter hohe Hoffnungsträger ist als eher sportlicher Vertreter dieser Fahrzeuggattung ausgelegt. Dafür stehen in erster Linie die Motoren und die Fahrwerksabstimmung. Auf der Benzinerseite bietet Alfa einen Zweiliter-Turbo mit 200 PS oder 280 PS an. Den Dieselpart übernimmt ein 2,2-Liter mit 180 PS oder 210 PS. Der kleinere Selbstzünder wird über die Hinterräder angetrieben.

Alle anderen Versionen besitzen Allradantrieb. Der sorgt in Verbindung mit einer eher straffen, aber noch immer komfortablen Auslegung von Federung und Dämpfung sowie einer direkten Lenkung dafür, dass der Stelvio richtig flott gefahrene Kurvenpassagen mit Bravour meistert. Leicht und locker wieselt der immerhin etwa 1,7 Tonnen schwere SUV um die Ecken, folgt dabei exakt den Anweisungen des Fahrers.

Die generell für die Kraftübertragung eingesetzte Achtgang-Automatik von ZF wechselt dabei die Fahrstufen nicht nur sehr schnell, sondern auch im richtigen Moment  und ohne Zugkraftunterbrechung. Bei Bedarf können die Gänge über am Armaturenträger und nicht am Lenkrad fixierte, dafür aber sehr groß ausgelegte Schaltwippen gewechselt werden. Ein Drehschalter dient dem Fahrer dazu, einer der drei Stufen der Fahrdynamikregelung anzuwählen.

Abhängig von Fahrzustand und Haftungsniveau jedes einzelnen Reifens verteilt der Allradantrieb das Motordrehmoment stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. Spurhaltassistent, ein Kollisionswarnsystem mit automatischer Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, Parksensoren hinten, Geschwindigkeitsregelanlage, eine elektrisch betriebene Heckklappe sowie Licht- und Regensensor gehören zur Serienausstattung.

Bei ersten Fahreindrücken zeigten der große Benziner und der 210 PS starke Diesel spontane Gasannahme und aufgrund der Drehmomente von 400 Newtonmeter (Nm) beziehungsweise 470 Nm ein mächtiges Durchzugsvermögen. Vor allem bei dem Selbstzünder ist der Punch von 2000 bis 3500 Touren beeindruckend. Gleichwohl laufen beide Triebwerke laufruhig und leise.

Die Verbrauchswerte liegen nach den Normwerten bei sieben Litern für den Benziner und 4,8 Liter für den Diesel. Bei letzterem zeigte der Bordcomputer über eine Distanz von etwa 90, überwiegend kurvenreichen Kilometern mit vielen Höhenmetern einen Schnitt von 8,8 Litern. Eine Sieben vor dem Komma sollte realistisch möglich sein.

Zumindest auf den ersten Blick zeigt sich, dass Alfa Romeo auch in Sachen Qualität einen großen Schritt nach vorn gemacht hat. Das Interieur besitzt einen gelungenen Materialmix und die Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Kein Wunder deshalb, dass die italienische Marke mit ihrem zweiten Hoffnungsträger durchaus Kunden der deutschen Premiumkonkurrenz in diesem Segment ansprechen und abwerben will.

Das dürfte erst recht gelingen, wenn im nächsten Jahr der Stelvio als Quadrofoglio mit bislang konkurrenzlose 510 PS auf den Markt kommt. Die Preisliste beginnt bei 47.500 Euro für den Diesel und endet vorerst bei 56.000 Euro für die „First Edition“-Variante.

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