Ingolstadt - Laserdiode: Audi zeigt Lichttechnik von morgen

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Laserdiode: Audi zeigt Lichttechnik von morgen

Von: Sabine Neumann, dpa
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Stopp! Bis hierhin und nicht weiter. Ein leuchtend rotes Dreieck taucht im dichten Nebel hinter dem vorausfahrenden Fahrzeug auf und warnt unmissverständlich davor, näher aufzufahren. Was derzeit noch im Lichtlabor von Audi entwickelt wird, könnte schon bald den Straßenverkehr sicherer machen. Foto: dpa

Ingolstadt. Stopp! Bis hierhin und nicht weiter. Ein leuchtend rotes Dreieck taucht im dichten Nebel hinter dem vorausfahrenden Fahrzeug auf und warnt unmissverständlich davor, näher aufzufahren. Was derzeit noch im Lichtlabor von Audi entwickelt wird, könnte schon bald den Straßenverkehr sicherer machen.

Lasertechnik malt dann förmlich in 30 Meter Entfernung eine klare, rote Linie auf den Boden, die sich bei Nebel dank der Wasserpartikel in der Luft als das beschriebene Dreieck darstellt. Bei Nebel oder hochgewirbelter Gischt solle so das Risiko reduziert werden, dass Fahrer aus Gründen der besseren Orientierung zu dicht aufrücken, erläutert Audi-Entwickler Stephan Berlitz.

Um solche Warnungen zu ermöglichen, arbeiten Audis Ingenieure und Techniker an besserer Lichttechnik. Vor allem der LED-Technik gehört nach Ansicht der Ingolstädter die Zukunft, da sie weit weniger Energie verbraucht als die heutigen Xenon- oder Halogen-Technologien.

Lichtemittierende Dioden (LED) gelten beim Einsatz als Signallicht als besonders effizient im Vergleich zu anderen Lichtquellen: Sie sparen Strom, sind langlebiger und vielfältig einsetzbar. Schon in absehbarer Zeit sollen genannte Matrix-Beam-Scheinwerfer zur Serienreife gelangen.

Bei ihnen wird das LED-Licht in viele einzelne Dioden aufgeteilt. Informationen, die das Navigationssystem, Kameras und Sensoren über den Straßenverlauf, Fahrzeuge oder Menschen auf der Fahrbahn erfassen, führen dann dazu, dass sich Linsen oder Reflektoren vor das Licht schieben und so Bereiche gezielt aussparen. Diese hochkomplexe Technik trägt dazu bei, auch bei größtmöglichem Lichtangebot Blendung zu vermeiden.

Mehr Aufmerksamkeit schaffen

Kleine Beamer in den Scheinwerfern, die die Navigationspfeile auf die Straße projizieren, oder eine Heckleuchte, die ihre Helligkeit automatisch an die Witterungsverhältnisse anpasst, um auch bei schlechtem Wetter gut gesehen zu werden, seien ebenso Teil der nächsten Lichtgenerationen wie „wischenden Blinker”, erläutern die Audi-Entwickler.

Das Richtungslicht am Fahrzeugheck laufe hier wie eine Leuchtreklame in die Richtung, in die man fahren wolle. Das erzeugt nicht nur einen schönen Effekt, sondern sendet auch ein intuitives Signal an nachfolgende Fahrzeuge über den anstehenden Richtungswechsel aus. Noch mehr Bewegung könnte durch OLEDs ins Spiel kommen.

Diese organischen Leuchtmittel werden mittels einer Paste mikrometerfein beispielsweise auf Glas aufgetragen und beginnen zu leuchten, sobald man eine elektrische Spannung anlegt.

Damit lassen sich dreidimensionale Szenerien in die Karosserie integrieren, die mehr Aufmerksamkeit erzeugen als bisherige Leuchten und so ebenfalls der Sicherheit dienen.
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