Kratzer in der Scheibe besser dem Profi überlassen

Von: dpa
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München. Autofahrer versuchen besser nicht, kleine Kratzer in der Scheibe eigenhändig wegzupolieren. „Das ist keine Arbeit für den Do-It-Yourself-Spezialisten”, sagt Vincenzo Lucà vom TÜV Süd in München.

Er rät, in eine Werkstatt zu fahren. Es sei kaum abzuschätzen, ob ein Kratzer überhaupt wieder weggeht. „Der Laie wird sich schwertun, die Tiefe des Kratzers richtig zu beurteilen.” Dafür brauche es viel Erfahrung. „Das lernt man nicht an einem Nachmittag.” Zudem sei eine spezielle Polierscheibe aus Filz und eine gute Schleifpaste nötig, die es nicht unbedingt im Fachhandel gebe.

Die Behandlung von Kratzern in Eigenregie kann auch zu einem Sicherheitsrisiko werden: Durch Schleifspuren könne sich das Licht in der Scheibe brechen und den Fahrer blenden, erklärt Lucà. „Der Sichtbereich des Fahrers ist absolut tabu. Selbst die Werkstatt macht Ihnen das nicht.”

Der Sichtbereich beginnt etwa zehn Zentimeter vom Rand der Scheibe und reicht bis zum Innenspiegel. Ist dieser Bereich betroffen, bleiben nur zwei Optionen übrig: den Kratzer ignorieren oder die Scheibe wechseln.

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