Knapp 40 Prozent der Autofahrer nutzen Spritpreise Apps

Von: amv
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Nürnberg. Knapp 40 Prozent der deutschen Autofahrer nutzen eine App, um hohen Benzinpreisen auszuweichen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie bei 1006 Autofahrern der Puls Marktforschung aus Nürnberg.

Laut der Studie nutzen vor allem Jüngere, Besserverdienende und Fahrer deutscher Premiumfahrzeuge (Audi, BMW, Mercedes) die neu eingeführten Spritpreise Apps. Die meist gewählte Kurzinformation ist laut Umfrage die Preisübersicht von „mehr-tanken.de“. Knapp dahinter finden sich das ADAC Spritpreise App vor dem Tanken App von T-Online und „clever-tanken.de“. 

Preisänderungen der gängigen Kraftstoffsorten E5, E10 und Diesel werden seit dem 1. Dezember in Echtzeit an die Markttransparenzstelle (MTS) gemeldet und durch Informationsdienste an die Verbraucher weitergegeben. Autofahrer können so über Internet, Smartphone oder auf ihren Navigationsgeräten die aktuellen Kraftstoffpreise und die günstigste Tankstelle in der Umgebung oder entlang einer Route vergleichen. Eine Liste der zugelassenen Verbraucher-Informationsdienste, über deren Angebote die Preisdaten abrufbar sind, findet sich auf der Homepage des Bundeskartellamtes. 

Verbraucherschützer raten zu kostenlosen Apps, solange diese die Daten der Benzinpreisstelle wiedergeben. Hinweise darauf lassen sich vor dem Download in den Beschreibungen der Apps finden oder werden in der Übersicht als Datenquelle mit MTS gekennzeichnet- Die MTS übermittelt allerdings nicht alle Preise jeder einzelnen Tankstelle und Sorte. Autogas und Erdgas werden bei der Meldestelle beispielsweise nicht erfasst, Kleintankstellen können sich vom Meldezwang befreien lassen. Die dadurch entstehenden Informations-Lücken wollen die App-Betreiber dank ihrer Online-Communities schließen. Autofahrer, die sparen wollen, sollten am frühen Abend an die Tankstelle fahren. Das empfiehlt der ADAC mit Blick auf seine Preisbeobachtungen. Nach den Auswertungen des Autoclubs sind die Treibstoffpreise am frühen Morgen am höchsten, spät nachmittags und abends am niedrigsten. 

Das Sparpotenzial im Verlauf einer Woche betrachtet beziffert der Autoclub bei Benzin mit 11,1 Cent pro Liter, bei Diesel mit 10,6 Cent. Neben der Treibstoffsorte kann bei der Suche per App neben der Marke und dem Preis auch der Suchradius festgelegt werden. Das macht Sinn. Kilometerweite Anfahrten um ein paar Cent weniger ausgeben zu müssen, lohnen kaum. Vincenzo Luca von TÜV Süd warnt: „Viele Autofahrer unterschätzen die entstehenden Kosten pro gefahrenem Kilometer. Grundsätzlich sollte man entlang seiner Route tanken, Umwege kosten letztendlich Geld.“

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