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Klimaanlagen in Klein- oder Kompaktfahrzeugen immer mehr gefragt

Von: amv
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Eine Klimaanlage im Auto ist an heißen Tagen für immer mehr Autofahrer ein Muss. Foto: dpa/Franziska Kraufmann

München. Eine Klimaanlage im Auto ist an heißen Tagen wie diesen eine Wohltat und für immer mehr Autofahrer ein Muss, selbst in Klein- oder Kompaktfahrzeugen. Laut Kfz-Branche rüsteten die Hersteller im vergangenen Jahr mehr als 90 Prozent aller Neuwagen mit dem Komfort-Bauteil aus.

Doch der Komfortgewinn kann in Ungemach umschlagen. „Moderne Klimaanlagen mit Pollen- beziehungsweise Aktivkohle-Filter haben den Vorteil, dass sie die in den Innenraum strömende Außenluft gründlich reinigen“, erläutert TÜV Süd-Fachmann Patrick Pöppl in München das Komfortsystem, „das funktioniert jedoch nur bei einem einwandfreien, sauberen Filtersystem.“ Ansonsten können sich dort Keime oder Bakterien einnisten und die Luft im Auto regelrecht verpesten.

Daher sollte die Klimaanlage im Rahmen der Wartungsintervalle und - natürlich - wenn die Kühlleistung nachlässt, gewartet und gegebenenfalls die Innenraumfilter gewechselt werden. Ist eine regelmäßige Kontrolle nicht vorgesehen, muss der Autobesitzer selbst initiativ werden.

Lässt die Kühlleistung spürbar nach, kann das auf einen Kältemittel-Verlust hindeuten. In diesem Fall das Klimasystem vom Fachmann auf Dichtigkeit prüfen und die Füllmenge kontrollieren lassen. Profis setzen bei der Neubefüllung der Anlage oft auch ein Kontrastmittel ein. „Eventuelle Leckagen lassen sich später so leichter orten“, erläutert Pöppl.

Mitunter verbreiten Klimaanlagen nach dem Start modrige Gerüche. Das ist vielfach ein Indiz für Pilzbefall durch Restfeuchtigkeit und macht den Besuch in einer Fachwerkstatt erforderlich, um das System zu desinfizieren. Um solchen Malaisen vorzubeugen, rät der TÜV Süd-Fachmann: „Kurz vor Ende der Fahrt die Kühlfunktion deaktivieren, das Gebläse aber weiterlaufen lassen. Der Fahrtwind entzieht so der Anlage die Feuchtigkeit.“

„Generell empfiehlt es sich, die Klimaanlage nicht zu kalt einzustellen“, rät Pöppl: „Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur sollte nicht zu groß sein, maximal sechs Grad Differenz.“ Das ist ein vernünftiger Kompromiss zwischen Wohlfühlfaktor und Wirtschaftlichkeit, denn läuft die Kältemaschine stets auf vollen Touren, erhöht sich der Spritverbrauch.

Sparfüchse sollten bedenken, dass der Verzicht auf den Einsatz der Klimaanlage nicht unbedingt den Mehrverbrauch vermeidet. „Geöffnete Scheiben beispielsweise erhöhen den Windwiderstand und mithin den Verbrauch“, gibt der TÜV Süd-Fachmann zu bedenken.



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