Kfz-Versicherung: Den Tariffallen ein Schnippchen schlagen

Von: amv
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Berlin. Fahranfänger müssen besonders tief ins Portemonnaie greifen, wenn sie ihr erstes Auto versichern wollen. Will beispielsweise ein 18-jähriger Schüler einen sechs Jahre alten Opel Corsa in Köln anmelden, werden ohne Nachlässe mindestens 1.740 Euro für den Kfz-Haftpflicht- und Teilkaskoschutz fällig.

Das hat das Webportal TopTarif in Berlin errechnet.

„In den meisten Fällen können Führerscheinneulinge die anfallenden Versicherungskosten für ihr erstes Auto bereits mit einfachen Maßnahmen spürbar senken“, weiß aber TopTarif-Fachmann Daniel Dodt. 

Bevor man sich für einen bestimmten Tarif entscheidet, sollte man deshalb Vergleichsrechner im Web zu Rate ziehen. 7,50 Euro kostet eine individuelle Beratung durch die Stiftung Warentest. (http://www.test.de/Autoversicherung-Guenstige-Tarife-fuer-Ihr-Fahrzeug-1575560-0/) Viele Versicherungen bieten beispielsweise einen speziellen Familienrabatt, wenn das eigene Auto bei der Versicherung der Eltern angemeldet wird.

Im Rahmen der Eltern-Kind-Regelung erfolgt eine Einstufung des Fahrzeugs in die Schadenfreiheitsklasse D oder höher, wodurch die anfallenden Versicherungskosten um mehrere Hundert Euro sinken können. Eine andere Möglichkeit, das Auto als Zweitwagen über die Eltern zu versichern. Ähnlich wie bei der Eltern-Kind-Regelung wird das Fahrzeug auch hier oft mit einer Schadenfreiheitsklasse von D oder besser eingestuft.

Aber Achtung: Bei manchen Versicherungen kann die Zweitwagenregel unter anderem an die Voraussetzung geknüpft sein, dass alle Fahrer 23 Jahre oder älter sein müssen. Da das Fahrzeug zudem über einen Elternteil versichert ist, erhalten Fahranfänger keine SF-Rabatte für unfallfreies Fahren. Gegebenenfalls ist aber eine Übertragung von Schadenfreiheitsrabatten durch den versicherten Elternteil zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

„Eine Übernahme von Prozenten naher Verwandter, zum Beispiel von Eltern oder Großeltern ist für Führerscheinneulinge nicht empfehlenswert“, gibt Daniel Dodt zu bedenken: „Abgesehen davon, dass es je nach Versicherung unterschiedliche Regelungen gibt, werden im Normalfall nur so viele schadenfreie Jahre angerechnet, wie der Begünstige bereits hätte Auto fahren können. Insofern sollte man diese Regelung erst nach mehrjähriger Fahrpraxis in Betracht ziehen.“

Hinzu kommt, dass dem Verwandten alle bisherigen Rabatte gestrichen werden. Fast die Hälfte aller Führerscheine in den PKW-Fahrzeugklassen wird mittlerweile im Rahmen des Begleiteten Fahrens (BF17) ausgestellt. Auf Grund des geringeren statistischen Unfallrisikos im Rahmen des Modells gewähren viele Versicherer einen Nachlass. Auch spezielle Fahrsicherheitstrainings werden von manchen Versicherungen bei der Prämienberechnung positiv berücksichtigt.

Versicherungsfachmann Dodt hält einen weiteren Spartipp parat: „Gerade solche PKW-Modelle, die sich bei Jugendlichen einer hohen Beliebtheit erfreuen, haben bei den Versicherern eine hohe Risikoeinstufung und sind dementsprechend teuer.“

Die aktuell gültigen Typklassen können beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft verglichen werden (http://www.gdv..de/produkte/typklassen-und-regionalklassenabfrage).

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