Aachen - In der närrischen Zeit viele Promillekontrollen zu erwarten

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In der närrischen Zeit viele Promillekontrollen zu erwarten

Von: amv
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Kontrolle
In der närrischen Zeit muss verstärkt mit Alkoholkontrollen gerechnet werden.

Aachen. Hochkonjunktur herrscht in den närrischen Gegenden. Erst am 5. März ist Aschermittwoch. Bis dahin führt die Polizei erfahrungsgemäß besonders viele Alkoholkontrollen durch, warnt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München.

„Dabei verlieren wieder tausende Autofahrer ihren Führerschein, weil sie zu tief ins Glas geschaut haben“, prophezeit KS-Sprecher Thomas Achelis. Um in gelockerter Stimmung gar nicht erst Gefahr zu laufen, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen, sollte man deshalb am besten schon vor Beginn der Feier die Heimfahrt planen.

Egal ob Bus, Bahn und Taxi, Alternativen zum Auto oder Motorrad stehen in der Regel genügend bereit. „Das Fahrrad allerdings ist unabhängig vom Winterwetter für Feierfreudige keine gute Wahl, denn auch auf dem Drahtesel gibt es ein Alkoholverbot“, warnt der Verkehrsrechtsexperte Michael Winter. So gilt ein Radfahrer ab 1,6 Promille als absolut fahruntüchtig.

Wird er mit einem solchen Alkoholpegel erwischt, ist auch ohne die Verwicklung in einen Unfall möglicherweise eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) fällig. „Bei Nichtbestehen kann der Auto-Führerschein eingezogen werden“, warnt der Jurist. Verschärfte Regeln gelten zudem für Fahranfänger in der Probezeit sowie für Personen bis 21 Jahre. Es gilt die Null-Promille-Grenze. „Bereits ab 0,3 Promille geht die Polizei von einer relativen Fahruntüchtigkeit aus“, weiß KS-Sprecher Achelis. Auffälliges Fahrverhalten kann als Straftat angesehen werden.

Wer zum ersten Mal die 0,5-Promille-Grenze überschreitet, zahlt 500 Euro, bekommt einen Monat Fahrverbot sowie vier Punkte in Flensburg. Das zweite Mal kostet 1000 Euro und drei Monate Führerscheinentzug. Bei einem Alkohol-bedingten Unfall kann es noch teurer werden: „Die Versicherungen entschädigen zwar die Opfer, können aber beim Alkohol-Sünder Regressansprüche geltend machen“, gibt Achelis zu bedenken. Auch der Beifahrer bekommt nur einen Teil seines Schadens ersetzt, wenn er von der Fahruntüchtigkeit des Fahrers wusste.

Nach einer feucht-fröhlichen Feier sollte man sich erst wieder ans Steuer setzen, wenn man fit ist - und das dauert. Weder Tricks noch Koffein oder Vitamine können etwas gegen den Alkoholpegel bewirken können. Nur der Körper selbst baut Alkohol ab, im Schnitt 0,1 Promille pro Stunde. Wer also gegen Mitternacht mit 1,5 Promille ins Bett gegangen ist, hat selbst um zehn Uhr am nächsten Morgen noch 0,5 Promille Restalkohol im Blut und ist fahruntauglich. 

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