In Autobahnbaustellen am besten rechts fahren

Von: dapd
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„Das Fahren auf der linken Fahrspur wird von vielen Autofahrern aufgrund der Enge - oft sind es nicht mehr als 2,50 Meter - als besonders unangenehm empfunden”, sagt ADAC-Mitarbeiter Andreas Hölzel in München. Der Club rät Autofahrern, sich über die tatsächliche Breite ihres Fahrzeugs zu informieren. Foto: Nigel Treblin, dapd

München. Bei Verkehrsunfällen in Autobahnbaustellen sind im vergangenen Jahr nach Angaben des ADAC 18 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte wurden schwer verletzt. Der ADAC empfiehlt Autofahrern, die sich in Baustellen auf der linken Spur unsicher fühlten, die rechte Fahrspur zu nutzen, die dort grundsätzlich breiter sei.

„Das Fahren auf der linken Fahrspur wird von vielen Autofahrern aufgrund der Enge - oft sind es nicht mehr als 2,50 Meter - als besonders unangenehm empfunden”, sagt ADAC-Mitarbeiter Andreas Hölzel in München. Der Club rät Autofahrern, sich über die tatsächliche Breite ihres Fahrzeugs zu informieren.

Der in den Fahrzeugpapieren eingetragene Wert gibt nur die Breite ohne Außenspiegel an. In zahlreichen Baustellen ist die Benutzung der linken Fahrspur für Fahrzeuge verboten, die breiter als zwei Meter sind. Dies wird durch das Verkehrszeichen 264 angezeigt. Der ADAC weist darauf hin, dass hier die tatsächliche Breite des Autos - also einschließlich Außenspiegel - gemeint ist.

Bei Verstößen drohe nicht nur eine Geldbuße, sondern auch das Abfahren des Außenspiegels. Bereits vor Fahrtantritt sollte man sich über Baustellen auf der Route informieren, rät ADAC-Experte Hölzel. Baustellenbedingte Staus könnten so gegebenenfalls umfahren werden.

Wenn vor der Baustelle die Anzahl der Fahrspuren reduziert werde, sollte man sich nach dem Reißverschlusssystem einfädeln und Tempolimits sowie Überholverbote unbedingt befolgen. „An einigen Baustellen werden Autofahrer durch entsprechende Beschilderung dazu aufgefordert, versetzt zu fahren”, sagt Hölzel. Durch den Verzicht auf Überholmanöver ließen sich Unfälle mit dem Nebenmann vermeiden.

Grundsätzlich empfehle es sich, ausreichend Abstand zum Vordermann einzuhalten. Besondere Vorsicht sei im Verschwenkungsbereich angebracht. „Lkw oder Gespanne brauchen dort mehr Platz”, warnt Hölzel. Im Falle einer Panne im Baustellenbereich heiße es, Warnblinker einschalten und wenn möglich das Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand abstellen.

Anschließend sollten alle Autoinsassen den Wagen auf der dem Verkehr abgewandten Seite verlassen. Erhöhte Aufmerksamkeit sei bei Nachtbaustellen geboten. Besonders kritisch sei der Übergang von beleuchteten auf unbeleuchtete Abschnitte.
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