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Frühzeitiger Reifenwechsel kann im Graben enden

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Reifenwechsel
Mit Sommerreifen kann ein verspäteter Wintereinbruch zum Verhängnis werden. Foto: dpa

Erfurt. Bei den frühlingshaften Temperaturen denkt der eine oder andere Autofahrer bereits daran, sein Fahrzeug auf Sommerbereifung umzustellen. Aber: „Wer jetzt schon auf Sommerreifen setzt, riskiert bei erneut einsetzenden Schneeschauern oder überfrierender Nässe den Verlust der Bodenhaftung“, gibt Achmed Leser, Unfallexperte vom TÜV Thüringen in Erfurt zu bedenken.

„Im Extremfall endet das in einem Unfall“, so der Schaden- und Wertgutachter: „Momentan müssen wir gerade in den Nacht-, Morgen- und Abendstunden noch mit Temperaturen um null Grad und darunter rechnen.“ Häufiges Argument von voreiligen Umrüstern: bei Temperaturen über sieben Grad Celsius fahren sich die Winterreifen zu schnell ab.

Dem hält Leser entgegen: „Sicherlich ist der Abrieb aufgrund der weicheren Gummimischung der Winterreifen bei höheren Temperaturen größer als bei niedrigeren.“ Tatsächlich macht sich dies allerdings im Normalbetrieb erst bei sehr viel wärmeren Temperaturphasen bemerkbar. Leser warnt daher Autofahrer, einen zu zeitigen Reifenwechsel vorzunehmen. „Wir empfehlen den Reifenwechsel erst nach längeren frühlingshaften Perioden ins Auge zu fassen. Das ist in der Regel Mitte bis Ende April der Fall“, sagt Leser. Die gute alte Faustformel von O wie Oktober bis O wie Ostern trifft also auch in diesem Jahr zu.

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