Radarfallen Blitzen Freisteller

Fiat Panda: Im „Squircle”-Design und mit ESP gegen Aufpreis

Von: Norbert Michulsky, dapd
Letzte Aktualisierung:
fiat panda
32 Jahre nach Erfindung der "tollen Kiste", wie der Panda damals im Werbespot hiess, praesentiert Fiat die dritte Modellgeneration des Kleinwagens. Und die ist weit entfernt von der Eckig- und Kantigkeit des Urahns. Fiats Formgeber nennen ihr Werk "Squircle"-Design - eine Mischung aus Quadrat (englisch: square) und Kreis (circle). Entsprechend finden sich Rechteck-Elemente samt gerundeten Kanten innen wie aussen. Foto: dapd

Frankfurt/Main. 32 Jahre nach Erfindung der „tollen Kiste”, wie der Panda damals im Werbespot hieß, präsentiert Fiat die dritte Modellgeneration des Kleinwagens. Und die ist weit entfernt von der Eckig- und Kantigkeit des Urahns.

Fiats Formgeber nennen ihr Werk „Squircle”-Design - eine Mischung aus Quadrat (englisch: square) und Kreis (circle). Entsprechend finden sich Rechteck-Elemente samt gerundeten Kanten innen wie außen.

Der Basispreis des Panda beträgt 9.990 Euro. Wer allerdings nur auf den Preis schielt, begeht womöglich einen Fehler. Denn der Panda tritt ohne serienmäßiges ESP an. Laut Fiat-Sprecher Florian Büngener ist das „eine Produktentscheidung, die so in Turin getroffen wurde”.

Die laut EU-Verordnung bei Neuwagen inzwischen erforderliche ESP-Ausstattung sei nicht notwendig, da der Panda auf dem Fiat 500 basiere, mithin nicht wirklich neu sei. Wer also auf zeitgemäße Sicherheitstechnik nicht verzichten möchte, muss 300 Euro zusätzlich einkalkulieren.

Gibt man 500 Euro mehr aus, bietet Fiat mit dem Ausstattungspaket „Safety” neben ESP den Notbremsassistenten „Low Speed Collision Mitigation” (LSCM) an, der bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h bei einem drohenden Auffahrunfall automatisch verzögert, sowie Parksensoren hinten.

Platz für zwei Meter lange Gepäckstücke

Zum Marktstart steht der neue Fiat Panda ausschließlich mit Vorderradantrieb zur Verfügung, noch in diesem Jahr folgt eine Version mit Vierradantrieb.

Zur Wahl stehen zu Beginn drei unterschiedliche Motoren, drei Ausstattungsvarianten (Pop, Easy, Lounge), zehn Karosseriefarben sowie neun unterschiedliche Innenausstattungen. Aus den Variationsmöglichkeiten der Serienausstattung ergeben sich insgesamt mehr als 600 Möglichkeiten, den Panda zu personalisieren, wie Fiat vorrechnet.

Standardmäßig wird der Panda ausschließlich als Fünftürer gebaut und als Fünfsitzer beschrieben. Allerdings wird für Fondpassagiere zu dritt der Raum etwas eng. Deutlich erwachsener geht es vorne zu, wobei jedoch die Sitze ebenfalls knapp geschnitten sind und etwas Führungsqualitäten vermissen lassen. Der Fahrer findet ergonomisch angeordnete Bedienelemente vor und muss nur wenig Zeit für eine Bedienungsübersicht investieren.

Bei der Gestaltung des Instrumententrägers und der Infotainment-Einheit taucht immer wieder das Squircle-Design auf. Insgesamt wurde das Interieur ansehnlich gestaltet, allerdings erweist sich manches Kunststoffelement als etwas gratig. Die verwendeten Materialien besitzen eine ordentliche Haptik und zeigen routinierte Verarbeitung. 14 Ablagen zeugen von der praxisorientierten Ausrichtung. Die ist auch an anderen Dingen abzulesen. So schluckt das Ladeabteil 225 Liter.

Es kann bei umgeklappter Lehne der Rückbank auf 870 Liter vergrößert werden. Auf Wunsch gibt es zudem den Beifahrersitz mit vorklappbarer Lehne im Paket mit asymmetrisch umklappbarer Rücksitzbank, höhenverstellbarem Fahrersitz und Cargobox für 500 Euro. Dann lassen sich bis zu zwei Meter lange Gepäckstücke verstauen.

Computerprogramm zum Sparen

Die Motorenpalette des Panda reicht vom bekannten 1.2-Liter-Fire-Motor (69 PS) bis hin zum komplett überarbeiteten 1.3-16-V-Multijet-Diesel (75 PS). Besonders interessant ist das TwinPower-Turbo-Aggregat. Der Motor mit 0,9-Liter-Hubraum kommt auf 85 PS und brachte den Panda bei ersten Fahreindrücken ordentlich auf Trab.

Und glaubt man Fiat, handelt es sich um einen der umweltfreundlichsten Pkw-Benziner der Welt. 4,2 Liter je 100 Kilometer nennt der Hersteller als Durchschnittsverbrauch. Das Motorengeräusch ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber erst bei hohen Drehzahlen drängt sich der Twinair-Motor akustisch in den Vordergrund.

Sportliche Ambitionen sind dem Motor wie dem Fahrwerk fremd. Das Fahrwerk wurde eher auf Komfort ausgelegt und zeigt sich im Grenzbereich untersteuernd, was vom Fahrer leichter zu beherrschen ist.

Sparfüchsen offeriert Fiat zwei besondere Möglichkeiten. Bis Ende März gibt es einen Einführungsrabatt von 1.500 Euro und mit dem gemeinsam mit Microsoft entwickelte Programm „eco:Drive” kann jeder Fahrer am heimischen Computer seinen persönlichen Verbrauch und damit die eigene CO2-Bilanz optimieren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert