Fiat 500L Living: Lang gemacht

Von: amv
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Fiat 500L Living
Kleine Großraumlimousine: In den Fond des 4,35 Meter langen Fiat 500L Living passt eine dritte Sitzreihe mit zwei Plätzen. Foto: dpa

Frankfurt. Fiat hat offenbar gründlich die Erfolgsgeschichte des Mini studiert. Entsprechend kommen immer mehr Variationen des Beststellers Fiat 500 auf den Markt. Da ist zum einen der Trekking, ein Derivat des 500L, mit 13 Millimeter mehr Bodenfreiheit, 17-Zoll Leichtmetallfelgen und „sportlicher Off-Optik“ (O-Ton Fiat). Dafür muss man mindestens 19.550 Euro hinblättern.

Fünf verschiedene Motoren zwischen 85 und 105 PS stehen zur Wahl. Die technische Besonderheit des Trekking ist eine elektronische Traktionskontrolle (Traction+). Dieses System überwacht die Vorderräder und greift ein, wenn sobald ein Rad durchdreht. Das wird dann gezielt abgebremst und mehr Drehmoment auf das Rad mit der besseren Traktion geleitet. Auf einem matschigen Feldweg etwa kommt der Wagen damit besser vorwärts.

Wer sich anschließend von einem solchen Ausflug erholen möchte, kann sich ein Tässchen Espresso gönnen. Für 249 Euro gibt es eine entsprechende Kaffeemaschine samt Becher an Bord. Weniger dezenten Wünschen nach kleinen Abstecher ins Abseits als dem Raumangebot fühlt sich der Fiat 500 Living verpflichtet. Ihm traut Fiat-Sprecher Klaus Witzeck „20 Prozent“ des künftigen 500er-Absatzes zu. Technisch basiert der Living auf dem Fiat 500L. Bei gleichem Radstand wurde die Heckpartie um 21 Zentimeter gestreckt. Das erweist sich als eine optisch gelungene Lösung, die erst beim zweiten Hinsehen auffällt und sich in die Retro-Stil er Baureihe einfügt.

Die „fünftürige Großraumlimousine“ gewährt bis zu sieben Sitzplätze: optional gibt es zwei zusätzliche Einzelsitze in dritter Reihe. Angesichts von Bein- und Fußraum dürften sich dort wohl nur kleinere Kinder wohlfühlen. Der Innenraum ist vielfach variabel und luftig gestaltet. Der Kofferraum des 4,35 Meter langen Living (Preis ab 19.750 Euro) bietet bis zu 1.704 Liter Ladevolumen. Sehr praktisch: das Cargo-System „Magic Space“, das aus einem in zwei Höhen verstellbaren Zwischenboden für den Kofferraum besteht. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise schwere von leichten Gegenständen sicher trennen, saubere von schmutzigen oder große von kleinen. Für zusätzliche Ladungssicherung sorgen Taschen und Ösen zum Verzurren. Unterwegs zeigt sich, dass die Entwickler beim Fahrwerk den Fokus auf Komfort gelegt haben. Die deutliche Seitenneigung in forsch gefahrenen Kurven ist allerdings harmlos. Die Lenkung gibt sich leichtgängig und ausreichend präzise.

Die Bremsen agieren gut dosierbar, wenn man erst einmal an deren Druckpunkt gewöhnt hat. Zum Marktstart stehen vier Motoren zur Wahl: der Zweizylinder-Turbo-Benziner 0.9 8V TwinAir Turbo (105 PS) sowie die beiden Turbodiesel 1.3 16V MultiJet (85 PS) und 1.6 16V MultiJet, letzterer in zwei Leistungsvarianten mit 105 PS oder 120 PS. Alle Motoren verfügen über eine Start&Stopp-Automatik. Der 1,3-Liter-Turbodiesel ist grundsätzlich mit einem automatisierten Schaltgetriebe kombiniert. Mit dem 105 PS starken Turbodiesel erwies sich der Fronttriebler bei ersten Fahreindrücken als angemessen kräftig und kultiviert motorisiert.

Zur Serienausstattung des Fiat 500L Living gehört neben ESP eine Antriebsschlupfregelung sowie eine Berg-Anfahrhilfe (Hill Holder). Sie hält nach dem Loslassen des Bremspedals den Druck im Bremssystem noch für einen kurzen Moment aufrecht. Ein ungewolltes Anrollen des Fahrzeugs an Steigungen oder Gefällen wird so ausgeschlossen. Der neue Fiat 500L Living wird in zwei Ausstattungsniveaus gebaut, beide wahlweise mit fünf oder sieben Sitzen. Darüber hinaus bieten das Angebot an Sonderausstattungen und das Zubehörprogramm umfangreiche Möglichkeiten, das ganz persönliche Fahrzeug zu konfigurieren, beispielsweise mit einem elektrischen Panorama-Glasschiebedach und auch die Espresso-Maschine gehört wieder dazu.

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