Köln - Ein Umweltfreund: Der Toyota Auris Hybrid

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Ein Umweltfreund: Der Toyota Auris Hybrid

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Toyota Auris Hybrid
Der Toyota Auris Hybrid. Foto: dpa

Köln. Für die kurze Strecke zum Bäcker könnte man das Fahrrad nehmen. Doch es regnet. Da ist der Griff zum Autoschlüssel verlockend. Umso mehr, wenn ein Toyota Auris Hybrid vor der Tür steht. Da der Japaner von einer Kombination aus Benzin- und Elektromotor angetrieben wird, piesackt einen das schlechte Umweltgewissen weniger.

Das System des kompakten Auris besteht aus einem 1,8-Liter-Benzinaggregat (99 PS) sowie einem Elektromotor, der maximal 82 PS beisteuert. Das führt zu einer Systemleistung von 136 PS - und einem Verbrauch, der im Normzyklus bei gerade einmal 3,5 Litern liegt und sich unter normalen Alltagsbedingungen bei etwa fünf Litern einpendelt.

Zwar reicht die Ladung der Nickel-Hydrid-Batterie nur für zwei Kilometern rein elektrisch. Doch ist der Auris in seinem Haupteinsatzgebiet, der Stadt, unterwegs, werden daraus leicht einige Kilometer mehr. Der Grund: Beim Bremsen und Ausrollen wird dabei gewonnene Energie in Strom umgewandelt und der Batterie zugeführt. So ist der Speicher immer wieder gut gefüllt. Demzufolge kann der E-Motor sehr häufig alleine - bis Tempo 50 - und damit ohne jeglichen Benzinverbrauch für Vortrieb sorgen. Bei Bedarf greift die E-Maschine dem Benziner hilfreich unter die Arme. Entsprechend gut zeigt sich der Yaris Hybrid beim Antritt. Der Spurt von Null auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) gelingt in 11,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 180 km/h ausgewiesen (Werksangaben).

Allerdings: nimmt man das Leistungsangebot in Anspruch, wandelt sich die Geräuschkulisse unliebsam. Die sonst angenehme Laufruhe sowie die sehr zurückhaltenden Fahrgeräusche gehen beim stärkeren Gasgeben kurzfristig in ein angestrengtes Dröhnen über. Die stufenlose Getriebeautomatik lässt den Motor unangenehm hochdrehen. Leider ändert sich an dem Dröhnen selbst dann nichts, wenn man über einen Tastendruck den so genannten „Power-Modus“ anwählt. Damit wird die Abstimmung der beiden Antriebseinheiten auf Leistung getrimmt. Es geht noch ein wenig leichtfüßiger voran, aber so laut wie sonst auch. Hier helfen nur ein sensibler Gasfuß und etwas Geduld, um das Aggregat langsam, mithin leiser auf Touren kommen zu lassen. Nach und nach nimmt man am Steuer des Hybriden eine ungeahnte Veränderung an sich wahr: statt der üblichen Lust an Geschwindigkeit interessiert vielmehr, wie ökologisch man unterwegs ist. Schnell wird der so genannten „Eco-Modus“ mit seinem besonders effizienten Ansprechverhalten zur Fahrstufe der Wahl.

Ein Blick auf die Anzeige im schicken Cockpit zeigt wie sich die Nadel im an die Stelle des Drehzahlmessers gerückten „Eco-Drive-Monitors“ immer wieder im grünen Eco-Bereich einpendelt. Und schon fühlt sich die Vernunftseite in einem gleich wieder bestätigt. Egal in welchem Betriebsmodus, ob in der Stadt oder bei Überlandtouren, der 3,91 Meter lange Yaris Hybrid zeigt sich stets als agiler Begleiter mit einem guten Handling. Das Fahrwerk ist tadellos abgestimmt. Schnell gefahrene Kurven meistert der Auris problemlos. Stöße durch Fahrbahnrillen oder schlechte Wegstrecken werden weitestgehend ausgeglichen. Angenehm straff gepolsterte Sitze sorgen für zusätzlichen Komfort an Bord. Für Fahrer und Beifahrer sind die Platzverhältnisse tadellos. Hinten mangelt es ebenfalls nicht an Kniefreiheit, so dass selbst Erwachsene gut zurechtkommen.

Einzig die Kopffreiheit ist für groß gewachsene Hinterbänkler etwas eingeschränkt. Insgesamt strahlt der Innenraum eine moderne Atmosphäre aus mit einem Quäntchen Futurismus. Praktisch: Zu den zahlreichen Ablagefächern zählt ein Unterflurfach im Gepäckraum. Das Fassungsvolumen des Kofferraums beträgt wie bei den Auris-Modellen mit konventionellem Antrieb 360 Liter, da das Akkupaket unter der Rückbank untergebracht ist und somit die Ladekapazität nicht einschränkt. Bei einem Preis 23.200 Euro bietet der Toyota Auris 1.8 Hybrid Life erfreulich großen Komfort. Klimaautomatik, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstellbare Außenspiegel sowie LED-Tagfahrlicht oder der Berganfahrassistent gehören ebenso zum Lieferumfang wie Leichtmetallfelgen, Lederlenkrad oder ein Multimedia-Audiosystem mit Touch-Farbmonitor samt Rückfahrkamera. Und als kleines Schmankerl hat Toyota den Preis unter dem des vergleichbaren Diesel positioniert. Allerdings: wer moderne Assistenzsysteme für das Hybridmodell wünscht, geht leer aus.

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