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Der neue A3 Sportback weiß zu überzeugen

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Audi Sportback A3
Das neueste Modell der A3-Reihe: der Sportback. Foto: dpa

Ingolstadt. Das Votum der Kunden ist klar eindeutig: Drei Viertel aller A3-Käufer entscheiden sich für den Viertürer. Der besitzt bei Audi traditionell den Namenszusatz Sportback, offeriert etwas mehr Radstand sowie Länge, mithin mehr Platz.

Darüber hinaus bietet der Ingolstädter Hersteller mit dem A3-Sportback im Kompaktformat Oberklasseniveau.

Auch was den Preis anbelangt: mindestens 24.453 Euro muss man für den A3 Ambition 2.0 TDI ausgeben. Mit diversen Zutaten wie Assistenzsystem oder Navi- und Infotainment-Ausstattung summieren sich rasch 46.390 Euro. Bis zur B-Säule hat sich im Vergleich zum Zweitürer wenig geändert. Die Heckpartie ist Audis Formgebern augenscheinlich besser gelungen als beim Vorgänger.

Seinen dreitürigen Bruder übertrifft der Sportback mit 4,31 Meter Länge um sieben Zentimeter. Der um gut sechs Zentimeter gewachsene Radstand schafft mehr Innenraum. Entsprechend haben Fahrer und Beifahrer kommod Platz. Fondpassiere ebenso. Selbst Knie und Beine massieren nicht den Rücken des Vordermannes. Den Platz in der Mitte möchte man freilich nur Kindern zumuten.

Das Kofferraumvolumen wuchs um 15 Liter auf nun 380 Liter. Bei umgeklappter Rückbanklehne beträgt das Ladevolumen maximal 1.220 Liter. Die Ladefläche ist fast topfeben. Praktisch sind die sehr weit ausgeschnittene Heckluke und die weitgehend geraden Seitenwände. Das erleichtert das Beladen ebenso wie der in zwei Stufen einsetzbare Ladeboden. Dank Taschenhaken und Verzurrösen lassen sich Koffer, Taschen und Kartons sicher positionieren.

Sehr große Personen müssen allerdings auf ihren Kopf achten, sonst stoßen sie sich schnell bei geöffneter Ladeluke am abstehenden Schloss. Je nach Ausstattungsvariante verfügt der Sportback über ein individuell einstellbares Fahrdynamiksystem. Doch den Griff zu den entsprechenden Tasten kann man sich schenken. Im Automatik-Modus portioniert der Sportback akzeptablen Komfort und je nach Bedarf dynamische Sportlichkeit ohne menschliches Zutun, wobei das Zusammenspiel von Dämpfung und Federung grundsätzlich straff agiert.

Selbst fiese Querfugen filtert die Federung ordentlich und gibt diese kaum bis zu den Insassen weiter. Die Lenkung des Audi ist angenehm direkt. Bremsen und Getriebe verrichten ihren Dienst so, wie man es sich wünscht. Der Dieselmotor (140 PS/320 Newtonmeter) ergänzt den dynamischen Charakter des Sportback treffend. Der Standardsprint aus dem Stand auch Tempo 100 wird 9,2 Sekunden absolviert. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 207 Stundenkilometer (Werksangaben). Das alles muss nicht mit ungebührlichem Diesel-Konsum bezahlt werden. Im Alltag signalisiert die Verbrauchsanzeige knapp über sechs Liter.

Rundum besticht der kompakte Audi mit herausragender Verarbeitungsqualität und vorbildlicher Funktionalität. Was edel aussieht, ist auch edel. Die Materialien sind sorgfältig ausgewählt und verarbeitet, die Spaltmaße klein, die Oberflächen schmeicheln der tastenden Hand. Beim Cockpit mit leicht zum Fahrer geneigter Mittelkonsole gefällt die puristische, übersichtliche Gestaltung.

Es gibt nur wenige, dafür passend positionierte Schalter. Eher in der Ober- als in der Kompaktklasse würde man die neueste Generation des Multimediasystems MMI Navigation Plus vermuten. Die Bedienung über einen Dreh-Drück-Knopf und einige feststehende Tasten wurde im Vergleich zu anderen Modellreihen leicht überarbeitet. Der Siebenzoll-Monitor fährt elegant aus der Armaturentafel aus. Ein Touchpad auf dem Dreh-Drück-Knopf ermöglicht das Aufmalen einzelner Buchstaben mit dem Finger, etwa zur Eingabe eines Navigationsziels. Generell ist der Viertürer mit allen wichtigen Sicherheitskomponenten (inklusive Knie-Airbag) bestückt.

Klimaanlage und Radio sind ebenfalls werksseitig an Bord. Dazu gesellt sich auf Wunsch und gegen entsprechende Aufpreise vieles, was das Herz begehrt - oder was das Leben am Arbeitsplatz Auto leichter macht, etwa zahlreiche Assistenzsysteme oder die Anbindung an das Internet. Mit ihr mutiert der Sportback zum rollenden Hotspot, der seinen Insassen und bis zu acht mobilen Endgeräten UMTS-Verbindungen bereitstellt. Fahrern empfiehlt sich da allerdings wohl, Twitter, Facebook und Co. nur auf dem Parkplatz zu nutzen.

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