Rüsselsheim - Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander: Ein gekonntes Zusammenspiel

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Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander: Ein gekonntes Zusammenspiel

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Mitsubishi Outlander plug-in Hybrid
Vereint Schwervereinbares, wie den elektrischen Antrieb mit der Reichweite eines konventionellen Autos: Der Mitsubishi Outlander als Plug-in Hybrid.

Rüsselsheim. Mitsubishi fügt dem Angebot an Plug-in Hybrid-Fahrzeugen eine bemerkenswerte Variante hinzu. Der 4,66 Meter lange Outlander PHEV will das Beste aus drei Autowelten vereinen: Die Umweltfreundlichkeit eines Elektrofahrzeuges mit der Reichweite eines konventionellen Fahrzeugs sowie die On- und Offroadfähigkeit eines leistungsstarken Allradlers. Im Großen und Ganzen gelingt dies sogar. Aber manchmal wundert man sich. Es fehlt etwas Liebe zum Detail bei dem 39.990 Euro teurem SUV.

Beispiele: Die gefühlt 750-seitige Gebrauchsanweisung ist unübersichtlich und verrät die Position der Fernentriegelung für die Tankklappe beispielsweise unter dem Stichwort „Benzineinfüllöffnung“; der Hauptschalter für die elektrische Bedienung der Heckklappe ist erst nach einer tiefen Verbeugung unter die Mittelkonsole zu entdecken und die Entwickler des Infotainmentsystem sollten rasch sich Nachhilfe bei ihren Kollegen von der Hybrid-Technik holen. Die nämlich funktioniert beispielhaft.

Zum einen kann der Outlander PHEV extern per Kabel geladen werden, und zwar sowohl an einer haushaltsüblichen, separat abgesicherten Steckdose als auch an öffentlichen Ladestationen und Schnellladesäulen. In Kombination mit den leistungsfähigen Lithium-Ionen-Akkus sichert das eine wesentlich höhere rein elektrische Reichweite als bei üblichen Hybrid-Modellen.

Zum anderen dient der Benzinmotor je nach Antriebsmodus sowohl als Generator für die Fahrbatterie als auch zum direkten Antrieb der Vorderachse, wodurch der Plug-in Hybrid Outlander im Langstreckenbereich ganz einfach mit Benzinverbrennung bewegt werden kann, bei entsprechender Fahrweise bis zu 800 Kilometer insgesamt (Werkangabe), ohne nachzutanken. Rein elektrisch geht es etwa 45 Kilometer weit, eine durchaus ansehnliche Distanz und für Pendler schon interessant.

Mit diversen Fahrmodi kann die Technik ganz auf die Vorstellungen des Fahrers abgestellt werden, etwa indem der 12-kWh-Akku seinen Stromvorrat behält, um innerorts dann lokal-emissionsfrei zu fahren. Oder über Schaltwippen am Lenkrad wird die Stärke der Bremskraftrückgewinnung justiert: wer will, muss zum Bremsen nur den Fuß vom Gas nehmen. Alternativ lässt sich das System so einstellen, dass es kaum spürbar ist.

Wie auch immer, das Wechselspiel von konventionellem und elektrischem Antrieb funktioniert absolut problemlos, wobei die Antriebssteuerung den jeweils effizientesten Modus wählt. Behielte man den Kraftfluss nicht per Zentraldisplay im Auge, bleibe das Spiel meist unbemerkt. Wer mag, kann bis zu Tempo 170 Kilometern pro Stunde (km/h) unterwegs sein (abgeriegelt/Werksangabe) oder aus dem auf Tempo 100 in 10,3 Sekunden beschleunigen.

Unabhängig solcher Eskapaden, der Normwert von 1,9 Liter bleibt eine Illusion. Realistisch ist ein rein elektrischer Realverbrauch von 25 kWh je 100 Kilometer und wer die Distanz konventionell abspult, muss bei den 121 PS-starken Benziner etwa acht Liter einkalkulieren. Zudem treiben hohes Autobahntempo und sportliche Beschleunigung den Verbrauch und die Geräuschentwicklung weiter in die Höhe.

Geht man hingegen behutsam zuwege, fährt der Outlander nahezu geräuschlos und ohne lokalen Schadstoffausstoß, aber dank seiner beiden je 60 kW starken Drehstrommotoren durchaus flott. 120 km/h sind drin. Der tatsächliche Verbrauch hängt also noch mehr als bei Verbrennern davon ab, inwieweit sich der Fahrer der Spartechnik anpasst.

Seinem Anspruch, ein SUV zu sein, wird der Outlander bereits optisch gerecht: große Räder, wuchtige Formen und die erhöhte Bodenfreiheit versprechen passable Geländeeigenschaften. Technisch sorgen die vier angetriebenen Räder für die notwendige Traktion in unwegsamem Terrain. An der Vorderachse arbeitet eine Elektromaschine, die ein maximales Drehmoment von 157 Newtonmeter abgibt. Der elektrische Antrieb an der Hinterachse liefert bringt es auf 195 Newtonmeter. Vorn schaltet sich schließlich bei Bedarf der Zweiliter-Benziner zu, wenn noch mehr Kraft gebraucht wird.

Doch weitaus eher kommen die Vorzüge als Reisewagen zur Geltung. Der niedrige Geräuschpegel und die weiche Federung machen das Reisen im Hybrid-Outlander zu einer angenehmen Sache. Die Platzverhältnisse erweisen sich als stattlich. Ablagen gibt es in angemessener Zahl. Die Technik verschlingt kaum Laderaumvolumen. 463 bis 1472 Liter kann der Outlander einladen und 1500 Kilogramm dürfen Caravan oder Boot samt Trailer wiegen.

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