Berlin - Dauerbrenner mit Startschwierigkeiten: Der VW Polo IV

Dauerbrenner mit Startschwierigkeiten: Der VW Polo IV

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VW Polo
Steht in der Zulassungsstatistik besser da als in der Pannenstatistik: der VW Polo IV. Fahrzeuge der ersten Baujahre bis 2003 machten mitunter wegen Motorschäden Ärger. Foto: Volkswagen/dpa

Berlin. Zu den automobilen Dauerbrennern aus Wolfsburg zählt neben dem VW Golf auch dessen kleiner Bruder - der Polo. Mittlerweile gibt es den seit 1975 gebauten Kleinwagen in fünfter Generation.

In der Zulassungsstatistik rangiert er mal auf dem zweiten, mal auf dem dritten Platz. Deutlich größer sind die Abstände zwischen den Plätzen, die der VW Polo in der Pannenstatistik des ADAC belegt: Die für Gebrauchtwagenkäufer relevante vierte Generation startete 2001 vergleichsweise schwach, wurde werkseitig aber nach und nach verbessert.

Bei 1,4-Liter-Benzinern bis zum Baujahr 2003 registrierte der Automobilclub recht häufig Motorschäden durch Einfrieren bei tiefen Außentemperaturen. Probleme bei Ottomotoren machten auch defekte Saugrohrdruckfühler (bis 2003), kaputte Lambdasonden und nasse Zündkerzen (beides bis 2006). Bei der Hauptuntersuchung werden bei allen Baujahren der vierten Polo-Generation vergleichsweise oft Mängel festgestellt.

Die Geschichte des VW Polo beginnt 1975, als der Kleinwagen als baugleicher Konkurrent des Audi 50 in den Handel kam. Die vierte Generation wurde 2001 aufgelegt - als Drei- und Fünftürer.

Zwischen 2002 und 2005 gab es eine Stufenheck-Limousine, den Polo Classic. 2005 war zudem das Jahr eines großen Facelifts, bei dem der Polo das Gesicht des Kleinwagens Lupo verlor und anschließend mehr wie ein Passat aussah. Technisch blieb der Wagen aber nahezu unverändert.

Wie für einen Kleinwagen üblich, überwiegen beim Motorenangebot die Benziner: Das Angebot ist im Vergleich zu den Selbstzündern fast doppelt so groß. Je nach Baujahr und Version leisten die Ottomotoren zwischen 40 kW/55 PS und 132 kW/180 PS, die Diesel-Motoren zwischen 47 kW/64 PS und 96 kW/130 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt am teuersten gehandelt wird laut der Schwacke-Liste der Polo 1.8 GTI Cup Edition mit 132 kW/180 PS von 2009: Mit 14 000 Euro steht diese Version in der Preissammlung. Mit 12 300 Euro im Schnitt etwas günstiger ist der Top-Diesel, der Polo 1.9 TDI GT Rocket mit 96 kW/130 PS, aus dem gleichen Jahr. Ein Polo 1.4 16V Comfortline mit 74 kW/100 PS starkem Benziner von 2005 sollte für etwa 6750 Euro zu bekommen sein.
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