Bad Windsheim - Damit die Panne nicht zum persönlichen Desaster wird

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Damit die Panne nicht zum persönlichen Desaster wird

Von: amv
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Autopanne ADAC
Reifenschäden stehen in der Pannenstatistik ganz oben.

Bad Windsheim. Ganz oben in der Pannenstatistik stehen bei Urlaubsfahrzeugen Reifenschäden. Es folgen Probleme mit der Motorkühlung und der Abgasanlage. „Schweres Gepäck, Hitze und hohe Autobahngeschwindigkeiten zehren am Auto“, weiß Eberhard Lang von TÜV Süd in München.

Warum auch immer, wer sich im Pannenfall richtig und besonnen verhält, senkt die Gefahr, dass es zu Schlimmerem kommt. Ist man in einer Situation, in der das Fahrtziel nicht mehr erreichbar ist, sucht man, wenn möglich, die nächste Pannenbucht oder einen nahen Parkplatz auf oder fährt notfalls auf den Seitenstreifen und schaltet die Warnblinkanlage ein, legt Josef Harrer vom Autoclub ARCD in Bad Windsheim Havaristen ans Herz. Noch im Fahrzeug sollten sich alle Insassen eine Warnweste anziehen. Ab dem 1. Juli 2014 gilt in Deutschland zwar nur die Mitführpflicht einer Warnweste pro Fahrzeug.

Doch der Autoclub rät, für jeden Insassen eine Warnweste im Fahrzeug zu haben und diese im Notfall unbedingt anzulegen. In einigen europäischen Ländern gilt, anders als in Deutschland, dass jede Person, die das Fahrzeug etwa bei einer Panne verlässt, eine Weste tragen muss. Die Bußgelder im Ausland sind zum Teil empfindlich hoch. Eine Liste der aktuellen Auflagen in verschiedenen Ländern hat die Sachverständigenorganisation auf ihrer Website zusammengefasst (www.dekra-warnweste.de). „Besonders wichtig ist außerdem aus Sicherheitsgründen, dass alle Insassen auf der Beifahrerseite aussteigen, und dass sie sich sofort hinter die Leitplanke begeben, falls eine vorhanden ist“, sagt ARCD-Pressesprecher Josef Harrer.

Zur Absicherung der Pannenstelle stellt man ein Warndreieck am rechten Fahrbahnrand auf, und zwar in einer Entfernung von 50 Metern im Stadtverkehr, von mindestens 100 Metern auf der Landstraße und 200 Metern auf der Autobahn. Um die Strecke abzuschätzen, hilft es, sich an den Leitpfosten zu orientieren, die auf geraden Strecken im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind. „Liegt die Pannenstelle vor einer Kuppe, Kurve oder einer anderen unübersichtlichen Stelle, warnt man den nachfolgenden Verkehr rechtzeitig, indem man das Warndreieck davor aufstellt“, sagt Harrer.

Damit man sich nicht in Gefahr bringt, trägt man das aufgeklappte Warndreieck am besten vor sich her und bleibt hinter der Leitplanke. Erst jetzt fordert man Hilfe an. Hat man ein Mobiltelefon dabei, ruft man damit einen Pannendienst. Zweckmäßigerweise speichert man die entsprechenden Rufnummern im Telefonbuch des Handys. Wichtig ist, der Notrufzentrale den genauen Standort mitzuteilen. Mit einem Navigationsgerät oder einem Smartphone kann man sich hierfür orten lassen. Oder man orientiert sich an den Schildern und auf Autobahnen an den Kilometerangaben, die oft auf den Leitpfosten angebracht sind. „Vergessen Sie nicht, die Fahrtrichtung anzugeben, wenn Sie auf der Autobahn sind“, rät Harrer.

Alternativ dazu kann man auch die nächste Notrufsäule nutzen, die man am schnellsten findet, wenn man den schwarzen Pfeilen auf den Leitpfosten folgt. Der genaue Standort wird der Notrufzentrale über die Notrufsäulen automatisch übermittelt. Wichtig sind außerdem die Situation, mit welchem Fahrzeug man unterwegs ist (Kennzeichen, Farbe, Typ) und die Handynummer für Rückfragen. Auf keinen Fall darf man die Fahrbahn betreten oder sie gar überqueren, um etwa zu einer Notrufsäule zu gelangen. Sicherheit hat oberste Priorität und die ist mit genügend Abstand zum fahrenden Verkehr am größten. nom

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