Dacia Lodgy: Das Umsteiger-Modell

Von: Norbert Michulsky, dapd
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Der neue Dacia Lodgy besitzt ein ESP, serienmäßig. Der 85 kW/115-PS-Benziner gehört zu den modernsten Triebwerken, die der Mutterkonzern Renault zu bieten hat. Foto: dapd

Brühl. Aus den Watschen haben sie gelernt. Der neue Dacia Lodgy besitzt ein ESP, serienmäßig. Und auch der Vorwurf, nur alte Renault-Motoren kämen zum Einsatz, ist vom Tisch. Der 85 kW/115-PS-Benziner gehört zu den modernsten Triebwerken, die der Mutterkonzern Renault zu bieten hat.

Den sparsamen Benzin-Direkteinspritzer gibt es allerdings erst ab Herbst. Ansonsten ist alles wie gehabt. Der Kompaktvan bietet keine Design-Schmankerl oder aufregende Technik, dafür jedoch viel Auto fürs Geld. Das Grundmodell „Lodgy” ist für 9.990 Euro zu haben. Für diesen Kampfpreis gibt es allerdings keine Klimaanlage. Die zweite Sitzreihe kann nur in einem Stück umgelegt und es kann nachträglich keine dritte Reihe eingebaut werden.

Empfehlenswerter sind daher die oberen Modell-Varianten Lauréate und Prestige. Mit einem 61-kW/83-PS-Motor kostet die Lauréate-Ausführung 11.990 Euro, samt Nebelscheinwerfern, Dachreling, höhenverstellbarem Fahrersitz und Bordcomputer. In der Prestige-Ausstattung müssen für den 85-kW/115-PS-Benziner 14.450 Euro, für den 79-kW/107-PS-Diesel 16.200 Euro investiert werden.

Dafür gibt es nicht nur 16-Zoll-Leichtmetallräder und Einparkhilfe, sondern auch ein flott rechnendes Navi samt Soundsystem. Ein attraktives Paket für den ebenso flott rechnenden Familienvater. Der hat sich nach Einschätzung der Dacia-Marktstrategen bislang eher mit einem Gebrauchtwagen beschieden. Dacia-Sprecher Thomas May-Englert ist überzeugt: „Der Lodgy ermöglicht den Umstieg auf ein vielseitig verwendbares, modernes Neufahrzeug mit niedrigen Unterhaltskosten und einem umfangreichen Garantiepaket.”

Bis zu sieben Personen passen in den Lodgy. Gleichwohl bleibt ordentlich Platz fürs Gepäck. Als Fünfsitzer bietet der Lodgy 827 Liter Ladevolumen. Bei ausgebauter zweiter Sitzreihe steigt das Kofferraumvolumen auf 2.617 Liter.

Im Siebensitzer (Aufpreis: 590 Euro) fasst das Gepäckabteil noch 207 Liter. Weder innen noch außen wirkt der Lodgy billig oder lieblos. Die Sitze sind relativ kurz, die Sitzhaltung aufrecht. Sehr angenehm: Im Innenraum gibt es eine Vielzahl von Staufächern. Die Atmosphäre wirkt sehr luftig. Das Cockpit ist übersichtlich, die Bedienung problemlos.

Seinem Anspruch als Familientransporter wird der Lodgy auch bei ersten Fahreindrücken gerecht. Sportliche Attitüde ist ihm fremd, der Federungskomfort ordentlich. Bremsen, Getriebe und Lenkung geben keinen Anlass zu Kritik. Das Fahrverhalten: sicher und unproblematisch.

Die Motorenauswahl für den Lodgy besteht zum Marktstart aus einem 1,6-Liter-Benziner sowie zwei Common-Rail-Turbodieseln mit 1,5 Litern Hubraum. Bei den drei Vierzylindern handelt es sich um Aggregate aus dem Renault-Regal, bewährte Technik also. Der Benziner Lodgy 1.6 MPI 85 (61 kW/83 PS) konsumiert laut Datenblatt 7,1 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer (165 g CO2/km).

Die beiden Diesel-Versionen (66 kW/90 PS und 79 kW/107 PS) begnügen sich demnach mit 4,2 und 4,4 Litern. Ab Herbst komplettiert der 1,2-Liter-Turbo-Benziner TCe 115 mit 85 kW/115 PS die Lodgy-Motorenpalette. Das hochmoderne Downsizing-Triebwerk mit Direkteinspritzung leistet so viel wie üblicherweise ein 1,6-Liter-Aggregat, benötigt aber mit 5,8 Litern pro 100 Kilometer (Werksangabe) deutlich weniger Kraftstoff bei ebenfalls geringeren CO2-Emissionen (135 g/km).

Zudem wertet diese Antriebsquelle den eher unemotionalen Lodgy mit etwas Glamour auf, denn zum Einsatz kommen Technologien, die der Formel Eins entlehnt sind. So wird die innere Reibung des Motors durch grafitbeschichtete Kolbenschäfte und eine reibungsoptimierte Steuerkette minimiert.
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