Blendgefahr durch tiefstehende Sonne

Von: dapd
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Köln. Vor Blendgefahr durch tiefstehende Sonne warnt der TÜV Rheinland in Köln.

„Im Winter blenden die in flachem Winkel auftreffenden Strahlen der Sonne Verkehrsteilnehmer erheblich. Das Unfallrisiko wächst rapide”, sagt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte beim TÜV Rheinland. Schlechte Sicht beeinträchtige das Reaktionsvermögen.

Lasse sich die Fahrt wegen extrem widriger Sichtverhältnisse nicht sicher fortsetzen, sollte vorsichtig rechts rangefahren und eine Pause eingelegt werden. Das gelte vor allem, wenn man versehentlich direkt in die Sonne geschaut habe und für kurze Zeit nahezu blind sei. Die Augen brauchten ein paar Minuten, um sich zu regenerieren.

„Der beste Schutz gegen die Strahlung ist eine gute Sonnenbrille”, sagt Sander. Sie sollte stets griffbereit im Fahrzeug liegen. Besonders wichtig sei, bei schlechten Sichtverhältnissen generell ausreichend Sicherheitsabstand zu halten, die Geschwindigkeit zu reduzieren und vorausschauend zu fahren. Wer bei 50 Kilometer pro Stunde nur für eine Sekunde geblendet sei, lege rund 14 Meter im Blindflug zurück.

Für den richtigen Durchblick ist eine saubere Windschutzscheibe wichtig. Entsprechende Wischwasserzusätze gebe es im Handel. Sie verhindern Schlierenbildung. Verschlissene Wischerblätter sollten ausgetauscht und die Scheibe regelmäßig von innen gereinigt werden.

„Häufig ist bei gleißendem Licht vor Ampeln nicht zu erkennen, ob sie grün oder rot aufleuchten”, schildert Sander eine weitere Gefahr bei tiefstehender Sonne: „Da hilft nur, vorsichtig an die Kreuzung heranfahren und notfalls anhalten, um sicherzustellen, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.”

Bei einem Unfall helfe der Hinweis auf Blendung nicht. Im Gegenteil: Gerichte und Versicherungen werteten in der Regel ein solches Fehlverhalten als grobe Fahrlässigkeit. Es drohe der Verlust des Kaskoschutzes.
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