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Bei Neuwagenkauf Finanzierungskosten beachten

Von: amv
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Neuwagen Auto
Damit sich Neukäufe von Autos lohnen, sollte auch die Finanzierung mit berechnet werden. Foto: dpa

Heidelberg. „Dieses Jahr könnte eines der schlechtesten Verkaufsjahre für Neuwagen in Deutschland seit der Wiedervereinigung werden“, gruselt es Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Und in der Tat, Automobilhersteller und Autohandel stöhnen.

Neuwagenkäufer hingegen können sich freuen. Preisnachlässe von bis zu 13 Prozent waren laut dem CAR-Rabatt-Index im Juni durchschnittlich drin. So manches Sondermodell wechselte 35 Prozent unter Listenpreis den Besitzer. Ganz besonders gute Karten beim Preispoker haben dabei Barzahler. „Wer das Geld bar auf den Tisch legen kann, ist in einer guten Verhandlungsposition und kann den Kaufpreis um bis zu 20 Prozent drücken“, weiß Ingo Weber, Geschäftsführer des Vergleichsportal Verivox in Heidelberg.

Hat man nicht genügend finanzielle Reserven für den Kauf des neuen Autos, sind Ratenkredite angesagt. Sie bieten jenseits der Kreditkonditionen zudem einige weitere Vorteile: Man bekommt sie ohne Anzahlung und Schlussrate. Darüber hinaus können die Laufzeiten frei gewählt werden. Bei einem Händlerkredit sind sie häufig vorgegeben. „Wer sich für einen Ratenkredit interessiert, sollte die Konditionen verschiedener Banken miteinander vergleichen“, rät Weber. Entscheidend ist dabei der effektive Jahreszins.

Während der Sollzinssatz lediglich die Kosten für den Geldverleih beinhaltet, weist der effektive Jahreszins die für den Kredit zu zahlenden Gesamtkosten aus. Wichtig ist auch die Angabe des Verwendungszwecks. Denn für einen Fahrzeugkauf gewähren Banken nicht selten bessere Konditionen. Der Grund ist einfach: Im Gegensatz zu einem normalen Ratenkredit haben Banken eine Sicherheit, nämlich das Fahrzeug selbst.

„Anders sieht es bei der Händlerfinanzierung aus. Weil bereits der Kredit subventioniert ist, fallen Händlerrabatte dann meist deutlich geringer aus“, erklärt Ingo Weber und macht die Rechnung auf: Der Listenpreis für das gewünschte Fahrzeug beträgt 20.000 Euro. Der Händler gewährt zwölf Prozent Rabatt bei einer Finanzierung zu 1,99 Prozent über eine Laufzeit von 36 Monaten. Unterm Strich ergibt sich so ein Gesamtpreis von rund 18.140 Euro.

Wird der Wagen hingegen über einen Ratenkredit mit einem Zins von 4,75 Prozent finanziert und ein Rabatt von 20 Prozent ausgehandelt, kostet das Fahrzeug insgesamt nur 17.172 Euro. Der Käufer erzielt eine Ersparnis von 967 Euro.

Selbst bei einer Null-Prozent-Finanzierung des Händlers kommt der Verbraucher in diesem Beispiel mit einem Ratenkredit besser weg. Er würde immer noch 427 Euro sparen. „Es kann also durchaus rentabel sein, auf die bequeme Händlerfinanzierung zu verzichten“, sagte Ingo Weber.

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